Schaut man sich die Preisentwicklung für Sojabohnen an, so scheint der Markt nur noch eine Richtung zu kennen und die Tiefs der letzten Monate weiter unterbieten zu wollen. Dies wundert allerdings nur wenig, da noch immer keine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, dem größten Importeur für Sojabohnen, abzusehen ist. Im Zuge dieser Unsicherheit hatten sich im Januar die US-Lieferungen an China gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu halbiert.

Auch wenn China den USA in den letzten Wochen mit höheren Einfuhren entgegengekommen ist, liegen die Importe doch nach wie vor  niedriger als im Vorjahreszeitraum. Dies dürfte sich wiederum durch die afrikanische Schweinepest in China und die damit verbundene  geringere Nachfrage an Futtermitteln begründen, wie wir schon in unserer letzten Ausgabe 16/19 in Bezug auf Mais erwähnten.

Allerdings wird diese Preisentwicklung, ähnlich wie bei Mais, vorerst eher die näher liegenden Terminmonate unter Druck bringen, was dem Spread-Handel neue Impulse verleihen sollte. Aus saisonaler Sicht hat speziell der Handel zwischen September-Sojabohnen Short und  November-Sojabohnen Long in den letzten 16 Jahren zwischen dem 30. April und dem 08. Juni (fällt dieses Jahr auf einen Samstag) immer  zum Erfolg geführt. Regelmäßige Leser werden sich vielleicht noch an die Ausgabe 17/18 mit der gleichen Handelsempfehlung erinnern.

Positionierung der Marktteilnehmer

Die neuesten Positionierungsdaten vom 16. April, mit Veröffentlichung vom 19. April, zeigten ein durchwachsenes  Bild. So haben Produzenten sowie SWAP-Händler ihre Long-Positionen um 25.244 und 1.482 Kontrakte erhöht. Vermögensverwalter  hingegen, erhöhten ihre Short-Positionen um 20.086 Kontrakte. Sonstige Berichtspflichtige wiederum, haben ihre Long-Positionen um  3.607 Kontrakte reduziert. Das „Open Interest“ stieg um 33.889 auf 934.191 Kontrakte.

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