[vc_row][vc_column][vc_column_text]Am Ende entpuppte sich das große Bangen wieder einmal als Sturm im Wasserglas. Am vergangenen Freitag stand die nächste  Ratingeinschätzung für Italiens Staatsschulden durch Standard & Poor‘s auf der Agenda. Wir hatten darüber in der vergangenen Ausgabe im  Zusammenhang mit den grundsätzlichen Tendenzen in der Verschuldungssituation der Eurozone diskutiert. Im Markt war die Möglichkeit  einer Herabstufung der Bonität mit 50 : 50 taxiert worden. Wie sich letztlich zeigte, eine vollkommen überzogene negative Erwartung.[/vc_column_text][vc_column_text]Denn Standard & Poor‘s schreckte erneut davor zurück, hier Marktturbulenzen zu initiieren. Wobei bei näherer Betrachtung  durchaus Spielraum gewesen wäre, der neuen italienischen Regierung zumindest einen Schuss vor den Bug zu geben. Denn mit einem  derzeitigen BBB-Rating hätte Standard & Poor‘s mindestens noch einen Notch Platz gehabt, ehe das Rating in den Non-Investmentgrade- Bereich gefallen wäre. Stattdessen blieben sowohl Rating als auch negativer Ausblick unverändert. Ein Zustand, der inzwischen schon seit August letzten Jahres herrscht.[/vc_column_text][vc_column_text]Damit dürfte vorerst das italienische Rating-Thema aus dem Marktfokus verschwinden. Denn auch von Fitch, die Anfang August Italien auf dem Rating-Kalender zu stehen haben, wird keine Änderung erwartet. Richtig spannend könnte es erst wieder im  September werden. Denn am 6. September meldet sich Moody´s zu Wort. Dies ist insoweit interessant, da Moody´s mit Baa3 schon am  unteren Ende der Investmentgrade-Skala angekommen ist. Allerdings gilt hier seit Oktober ein stabiler Ausblick. Insofern dürfte es allenfalls  eine Änderung auf einen negativen Ausblick geben und keine tatsächliche Ratingänderung. Wenig später ist dann auch Standard & Poor‘s  wieder dran. [/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Während also über den beginnenden Sommer hinaus für die Eurozone bei der Schuldenthematik kaum aufregendes zu erwarten ist,  könnte sich an anderer Stelle ein neues Risiko aufbauen. Denn im vergangenen Jahr gab es eine weitere signifikante Erhöhung der  Verschuldung in den so genannten Frontier Markets (FM). Dies ist ein Teilbereich der Emerging Markets (EM) und umfasst beispielsweise Länder wie Vietnam und Pakistan, Serbien und Rumänien, Dominikanische Republik und Peru und Kenia und Marokko. Insgesamt zählt beispielsweise  das Institute of International Finance 26 Märkte zu den FM.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31378″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Diese legten im vergangenen Jahr über 250 Mrd. USD bei der Verschuldung drauf und erreichten insgesamt 3,2 Bio. USD. Das entsprach  insgesamt einer Verschuldung von 117% des BIP (2012 waren es 100%). Dabei legte vor allem der öffentliche Sektor kräftig zu, während  die Verschuldung der privaten Haushalte eher unterdurchschnittlich blieb. Gerade die Staatsverschuldung, die durchschnittlich  inzwischen bei  rund 49,7% des BIP liegt, könnte einzelne Märkte in Turbulenzen führen, was auf die gesamte Gruppe und möglicherweise auch auf die  gesamten EM abfärben könnte. Mit den derzeitigen Mittelzuflüssen scheinen diese Risiken zwar noch beherrschbar zu sein. Zukünftige  konjunkturelle Abschwächungen und Verschiebungen der internationalen Geldströme könnten hier allerdings in ein Krisenszenario führen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]