Die Ernte für US-Sojabohnen beginnt im August, wenn das Angebot an „Altbeständen“ am geringsten ist, und verläuft über die nächsten Wochen bis tief in den Oktober hinein. Diese „neue“ Ernte stellt sicher, dass die Produzenten ihre Lager wieder füllen und ihre Exportverpflichtungen abdecken können. Sind keine Ernteausfälle zu erwarten, dürfte sich die kurzfristige Preisentwicklung für Abnehmer und Importeure positiv gestalten.

Im Gegensatz dazu findet die Ernte für US-Frühjahrsweizen im August ihr Ende und die Verarbeitung und Exporte laufen auf Hochtouren. Auch wenn die Aussaat für Winterweizen direkt im Anschluss im September beginnt, heißt es neun Monate auf die nächste Ernte warten zu müssen. Dies spiegelt sich im Hinblick auf die kalte Jahreszeit in der Preisentwicklung wider. Die diesjährige Trockenheit in Europa und die damit verbundenen Ernteausfälle dürften sich zusätzlich auf die Entwicklung am Weltmarkt auswirken.

Fazit: Diese Differenzen lassen sich mit Hilfe eines Intermarkt-Kalender-Spreads, bestehend aus November Sojabohnen Short – wenn das Angebot am größten ist – und Dezember Weizen Long – wenn die Nachfrage für die kalte Jahreszeit steigt – am besten ausnutzen.

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