Neben unseren regelmäßigen Empfehlungen auf Kalender-Spreads, dem Handel gleicher WarenFutures mit unterschiedlichen Laufzeiten, gilt unser heutiges Augenmerk wieder einmal dem Handel unterschiedlicher  Waren-Futures, in der Regel mit gleichen Termin-Monaten, einem so geannten Intermarket-Spread.  Sojabohnen, das wichtigste Exportprodukt der US-Agrarwirtschaft, werden im Frühjahr bis in den Mai angepflanzt und im  Spätsommer bis in den Oktober geerntet. Die Verarbeitungskurve verläuft über die kalte Jahreszeit stark ansteigend und  signalisiert saisonbedingt schon Mitte Februar einen Verbrauch von weit mehr als die Hälfte der vergangenen Ernte, was das  bis dahin stark reduzierte Angebot bis in die Sommermonate weiter einengen dürfte.

Im Gegensatz dazu entwickelt sich der US-Weizen bis in den Frühsommer, mit Beginn der Ernte im Juni bis zu ihrem Höhepunkt im Juli, was den Markt saisonal mit einem Überangebot flutet und die Preise unter Druck bringt. Bündelt man beide Märkte in einem Intermarket-Spread, läge die Spekulation in unserem Fall bei der Erwartung schwächerer Weizenpreise gegenüber festeren Preisen für Sojabohnen. Dieser saisonale Handelsansatz hat in dieser Form in den letzten 15 Jahren zwischen den 08. und 29. April 14-mal zu einem Gewinn geführt.

Positionierung der Marktteilnehmer

Die neuesten CoT-Positionierungsdaten vom 26. März, mit Veröffentlichung vom 29. März, haben ein sehr uneinheitliches Bild gezeigt. So erhöhten Produzenten ihre Short-Positionen für Sojabohnen um 13.075 und für Weizen um 12.750 Kontrakte. Dagegen haben SWAP-Händler ihre Long-Positionen für Sojabohnen um 2.264 sowie für Weizen um 7.438 erhöht.

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