In den letzten Wochen hat der Preis für Sojabohnen auf ein Niveau nachgegeben, das zuletzt nur durch das Tief von Dezember 2008 unterboten wurde. Dies begründet sich in erster Linie in den ausgebliebenen Importen aus China, welche die Vorräte an Sojabohnen nicht wie erwartet abgebaut haben.

Diese Talfahrt scheint momentan aber unterbrochen. Einerseits, da beide Seiten – die USA wie auch China – in ihrem „Handelskrieg“ den Bogen  wohl doch nicht gänzlich überspannen werden. Andererseits hat sich infolge zu kalter und nasser Wetterverhältnisse die Aussaat für Sojabohnen verzögert.  Nach Meldungen des USDA liegen die Neuanpflanzungen, im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 5 Jahre, um ca. 2 Drittel zurück.

Im Sog von Sojabohnen reagieren natürlich auch die Preise für Sojabohnen-Mehl und SojabohnenÖl. Soja-Mehl fällt bei der Verarbeitung  der Bohnen und der Gewinnung von Soja-Öl „nur“ als Nebenprodukt an, findet aber als proteinreicher Rohstoff vielfach Verwendung. Gerade in der  Viehzucht wird Soja-Mehl weltweit als Proteinzusatz eingesetzt. Da es nur bedingt lagerfähig ist und es keine alternativen Ergänzungsmittel gibt, wird Soja-Mehl das ganze Jahr nachgefragt.

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