US-Sojabohnen werden hauptsächlich bis in den Mai hinein gepflanzt und im Oktober geerntet. Dabei läuft das USA-Erntejahr von September bis August. Nach den Meldungen über die Verringerung der US-Anbauflächen für Mais und Sojabohnen und Trockenheit in Argentinien (wie wir in der Ausgabe 14/18 zu unserer Empfehlung zu Soybean Meal berichtet haben), dürften die Händler den weiteren Meldungen zu Ernteerwartungen noch gespannter entgegensehen. Im Bezug auf den Handel mit Sojabohnen wurden die Vorjahresernten an den Terminbörsen mit November-Kontrakten besser als durch September-Kontrakte repräsentiert. Das saisonale Muster der letzten 15 Jahre zeigt, dass diese Entwicklung zwischen Anfang Mai und Mitte Juni am ausgeprägtesten war.

Positionierung der Marktteilnehmer

Die neuesten CoT-Positionierungsdaten vom 17. April mit Veröffentlichung vom 20. April haben gezeigt, dass Produzenten ihre Short-Positionen um 12.792 Kontrakte erhöht haben. SWAP-Händler und Vermögensverwalter hingegen erhöhten ihre Long-Positionen um 4.674 und 16.751 Kontrakte. Sonstige Berichtspflichtige reduzierten ihre Long-Positionen um 6.534 Kontrakte. Das „Open Interest“ stieg um 21.224 auf 1.174.800 Kontrakte.

Saisonaler Handel (Eröffnung und Schließung der Position zum Handelsende) 

Der aktuelle saisonale Handel sieht vor, am 30. April den November-Kontrakt für Sojabohnen zu kaufen und zeitgleich den Sojabohnen-September-Kontrakt zu verkaufen und diesen Spread am 08. Juni wieder zu schließen. Dieser Spread hat in den letzten 15 Jahren, bei einer Erfolgsquote von 100 Prozent (15 Gewinnhandlungen), einen durchschnittlichen Gewinn von 578 USD erzielt. Der größte offene Verlust betrug 1.400 USD in 2013 und führte bei Schließung des Spreads noch zu einem Gewinn von 187 USD. Der höchste Gewinn wurde 2004 mit 2.175 USD realisiert.

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