Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Handelspartnern hält die Spannung an den internationalen Warenmärkten hoch und die Preise unter Druck. Speziell der Streit zwischen den USA und China hat dem Markt für Sojabohnen in kurzer Zeit massive Preisabschläge beschert, gilt doch China als der größte Soja-Importeur. Dies könnte gerade die Preise für künftige Soja-Exporte aus den USD mit der „neuen“ Ernte unter Druck halten.

Die bereits stark zurückgegangenen „Altlagerbestände“ an Sojabohnen dürften sich bis zur kommenden Ernte, mit Beginn im Oktober, weiter reduzieren und die Preise vorerst wieder etwas stabilisieren. Gerade weil die näher liegenden Terminmonate größere Verluste als die entfernteren hinnehmen mussten, bietet sich der kurzfristige Handel eines Spreads, die Spekulation auf Verringerung der Preisdifferenzen verschiedener Terminmonate, an. Saisonal hat dabei der Handel im Juni zwischen August- und März-Kontrakten in den letzten 15 Jahren die größten Bewegungen gezeigt und 14-mal zum Erfolg geführt.

Positionierung der Marktteilnehmer

Die neuesten CoT-Positionierungsdaten vom 12. Juni, mit Veröffentlichung vom 15. Juni, zeigten, dass Produzenten ihre Short-Positionen um 52.160 Kontrakte reduziert haben. SWAP-Händler und  Vermögensverwalter hingegen reduzierten ihre Long-Positionen um 6.438 sowie 59.429 Kontrakte. Sonstige  Berichtspflichtige wiederum haben ihre Long-Positionen um 4.803 Kontrakte erhöht. Das „Open Interest“ stieg um 52.885 auf 1.158.517 Kontrakte.

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