Der Schlagabtausch geht weiter. In den vergangenen Tagen gab es für die Märkte einiges zu verkraften. Sorgen vor einer Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und anderen führenden Wirtschaftsnationen haben die Börsen zum Wochenauftakt belastet. Vor allem Technologie-Werte kamen massiv unter Druck. Nach Angaben aus Regierungskreisen erwägt das US-Finanzministerium Einschränkungen für ausländische Investitionen in US-Technologiefirmen mit der Begründung, vornehmlich die Chinesen würden Technologie von den Amerikanern stehlen. Das geht über die für solche Investitionen zuständige Behörde CFOUS, die Trump stärken will. Das ließ die Tech-Werte natürlich auch in der laufenden Woche nicht kalt.

Die bereits etablierten Zölle auf chinesische Importe i. H. v. 50 Mrd. USD dürften allein schon über die engen Lieferketten den gesamten asiatischen Raum treffen. Allerdings entsprechen die Zölle gerade einmal 0,1% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts. Im Hinblick auf chinesische Gegenmaßnahmen ist festzuhalten, dass ein Großteil des chinesischen Inlandsgeschäfts über lokale Tochtergesellschaften mit chinesischer Beteiligung abgewickelt wird. Diese Unternehmen sind von Zöllen befreit. Bleiben also nur die  direkten Importe wie Autos (Daimler usw.) und die Frachtführer (CMA CGM, Hapag Lloyd, AP Moeller-Maersk  usw.), die vom Rückgang in den Güterverkehren betroffen wären.

Etwas Klarheit über die Handelsstrukturen bringen die beiden Charts, in denen die 2017er Güterströme von den USA nach China und umgekehrt aufgelistet sind (in Mrd. USD).

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