Harter roter Winter-Weizen, früher bekannt als Kansas-Wheat, wird in den USA von September bis Oktober gepflanzt und von Juni bis Juli geerntet. Hard Red Winter-Wheat gilt als die vorherrschende Weizensorte und deckt nahezu die Hälfte des US-amerikanischen Marktes ab. Auch wenn die Anbauflächen für „weichen“ Weizen vergrößert wurden, nimmt dies keinen entscheidenden Einfluss auf die Preise für „harten“ Weizen. Durch die Trockenheit der vergangenen Wochen und eine weltweit weiter steigende Nachfrage nach Weizen bei gleichbleibenden Anbauflächen für „harten“ Weizen, dürften die Preise für den gerade zu erntenden Winterweizen und entferntere Terminmonate Unterstützung erfahren.

Anders dürfte sich die Entwicklung am Sojabohnen-Markt gestalten. Immer mehr US-Farmer setzen auf den Anbau von Sojabohnen, was dazu geführt hat, dass die Anbauflächen für Soja gegenüber denen für Mais zum ersten Mal seit 1983 größer ausgefallen sind. Auch wenn sich in den Sommermonaten eine Verknappung der Altbestände abzeichnet, dürften weiter entfernt liegende Terminmonate mit Blick auf die „neue“ Ernte im Oktober zu einer weiter entspannten Preisentwicklung tendieren.

Das saisonale Muster der Intermarket-Spreads zwischen Dezember Kansas-Wheat und November Soybeans hat sich in 23 der letzten 26 Jahre im Juli zu Gunsten des Weizen entwickelt. In den letzten 16 Jahren sogar 15 mal.

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