[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie gerade angesprochen, zeigte der Euro in den vergangenen zwei Wochen eine ausgeprägte Schwäche gegenüber dem Dollar. Doch das könnte erst der Anfang einer längeren Abwertungsphase sein. Dabei sprechen sowohl fundamentale als auch technische Gründe für eine weitere Schwäche. Fundamental ist es vor allem die schon mehrfach beschriebene Zinsdifferenz zwischen amerikanischen und europäischen Staatsanleihen.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Marktzinsen haben auf diese Perspektive längst schon reagiert. So zeigten die zehnjährigen US-Staatsanleihen bereits Renditen von über 3%. Die Spreads zwischen den Dollar- bzw. Euro-Renditen haben sich dadurch nochmals vergrößert und neue Höchststände seit mindestens 1989 markiert. In der Praxis bedeutet dies: Anlegergelder fließen verstärkt wieder in den Dollar-Raum, was zu einer entsprechenden Aufwertung des Greenback führt. Dieser dürfte generell auch davon profitieren, dass die Märkte davon ausgehen, dass Amerika den weiterhin schwelenden Handelsstreit insbesondere mit China, aber auch mit Europa, deutlich zu seinen Gunsten beilegen kann.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_column_text]Und noch ein Aspekt erscheint uns interessant. Hatte der Dollar im vergangenen Jahr faktisch nicht auf die eingeleitete Zinswende der US-Notenbank reagiert, könnten die aktuellen Gegenbewegungen ein Indiz dafür sein, dass nun der Zinsdruck den quasi Rubikon überschritten hat und der Greenback nun anfängt, auf das aktuelle und erwartete Zinsniveau zu reagieren.
[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_single_image image=”23028″ img_size=”full”][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_column_text]Dies alles findet seinen Widerhall letztlich in der Charttechnik. Wobei wir natürlich aus der Sicht des Euro argumentieren. Nach der kräftigen Aufwertungsphase von November letzten Jahres bis Anfang Februar hatten wir es in der Folgezeit mit einer Art Konsolidierung zu tun. Allerdings eine, die sich zunehmend durch fallende Spitzen auszeichnete.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_single_image image=”23036″ img_size=”full”][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Der jüngste Durchhänger testete dabei nicht nur die wichtige Unterstützungszone im Bereich von 1,21 USD, sondern brach sie sogar. Natürlich ist hier durchaus eine Gegenbewegung möglich. Aber wir rechnen damit, dass der Euro eher einen weiteren Anlauf auf den Bereich 1,1910-1,9060 USD versucht. Von Analysten ist dabei zu hören, dass sie sogar Kurse von 1, 16-1,15 USD für vorstellbar halten.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Ganz grundsätzlich wäre ein schwacher Euro natürlich positiv für die europäischen Aktienmärkte. Wie gehabt würden hierbei vor allem Exporttitel, zu nennen die deutsche Automobilindustrie, profitieren. Dies allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt möglicher neuer Handelsrestriktionen. Eine Aufwertung des Dollar könnte dagegen ebenfalls für die amerikanische Börse positive Impulse liefern. Denn es ist auch durchaus vorstellbar, dass hier ausländische Investmentzuflüsse zunehmen, um die Extra-Rendite durch eine Währungsaufwertung mitzunehmen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]