In der Vergangenheit wurde unter dem Symbol „HO“ an den US-Börsen „Heating Oil“ gehandelt. Heute notiert unter demselben Kürzel der Preis für „Ultra Low Sulfur Diesel“. Beides sind raffinierte Nebenprodukte von Rohöl und in ihrer Preisentwicklung direkt an den Öl-Markt gebunden. Da der Handel für Heizöl an den US-Börsen eingestellt wurde, nutzen die Händler nun den Markt für Ultra Low Sulfur Diesel, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Dies betrifft vor allem die nordöstlichen Regionen Amerikas, wo zur Wärmegewinnung hauptsächlich Heizöl zum Einsatz kommt. Saisonal beginnt die Heizsaison im November mit einer höheren Nachfrage an Heizöl und nimmt bis zum März wieder ab. Allerdings beginnen die Lieferanten schon im Spätsommer, ihre Lager für den bevorstehenden Winter aufzufüllen. Dies treibt die Nachfrage und den Versorgungsbedarf vor allen in Bezug auf die Oktober-Kontrakte, die am 28. September auslaufen. Dem entgegen bietet sich der Handel auf schwächere Kurse zum Ende der kalten Jahreszeit mit Terminmonat März in Form eines Kalender Spreads Oktober Long vs March 19 Short.

Positionierung der Marktteilnehmer

Die neuesten CoT-Positionierungsdaten vom 17. Juli, mit Veröffentlichung vom 20.07.2018, zeigten, dass Produzenten ihre Short-Positionen um 12.467 Kontrakte reduziert haben. SWAP-Händler hingegen erhöhten ihre Long-Positionen um 2.122 Kontrakte, während Vermögensverwalter ihre Long-Positionen um 32.248 Kontrakte reduzierten. Andere Berichtspflichtige erhöhten ebenfalls ihre Long-Positionen um 12.348 Kontrakte. Das „Open-Interest“ fiel um 7.690 auf 422.337 Kontrakte.

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