Wir sparen uns heute einmal an dieser Stelle, davon zu berichten, dass die Verhandlungen zwischen China und USA in den letzten  Zügen sind und dennoch der Ausgang bzw. Umfang offen bleibt. Und wir sparen uns auch, zum Thema Brexit Stellung zu nehmen. Es  gibt wichtigeres.

Gestern servierte die britische Tullow Oil eine unerwartet negative Überraschung. Die letzten beiden Ölfunde vor Guyana (Jethro und  Joe), die von den Analysten euphorisch begrüßt worden waren und zu einer Höherbewertung der Aktie geführt hatten, enthalten  Schweröl. Das wiederum – bekannt aus Venezuela – kann nicht so profitabel vermarktet werden und ist außerdem nur mit zusätzlichem  Aufwand aus dem Boden zu holen. Der Vorstand versuchte gleichzeitig die Situation abzumildern, indem er die beiden  Gebiete Orinduik Block und Kanuku Block aufgrund erfolgreicher Bohrungen anderer Driller in direkter Nachbarschaft deswegen als  nicht minder profitabel ausbeutbar betrachtete. Aber ein Rückschlag war es eben doch.

Auf der afrikanischen Seite des Pazifiks, vor Kenias Küste, läuft die Förderung im Rahmen der Planung. Ghana hingegen liegt in diesem Jahr unterhalb der Erwartungen, aber man arbeitet daran, die Ziele zu erreichen. Insgesamt hat Tullow die Guidance von bislang 89-93.000 Barrel pro Tag auf 87.000 Barrel gesenkt. Unter der Annahme eines 2020er Preisdurchschnitts beim Nordseeöl Brent von 65 USD dürften bei Tullow Oil 250 Pence als Kursziel dennoch im Raum stehen. Die hatten wir schon einmal im September erreicht.

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