[vc_row][vc_column][vc_column_text]Noch über Pfingsten war alles in Butter – auch wenn das Thema Sanktionen gegen Russland und den Iran die Presse dominierte. Die Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China hatte für Entspannung gesorgt. Aber das währte nicht lange. Bereits am Dienstag äußerte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Gespräche, die nach seinen Worten nicht als abgeschlossen betrachtet werden können. Hinzu kam, dass er auch noch im Rahmen eines Staatsbesuchs seines südkoreanischen Kollegen Moon Jae Zweifel am Zustandekommen des Gipfeltreffens mit Nordkorea hegte.[/vc_column_text][vc_column_text]Jenseits des großen Teichs im alten Europa sind derweil die Augen auf die Regierungsbildung in Italien gerichtet. Die beiden Populisten-Parteien Lega Nord und Cinque Stelle hatten sich mit Versprechungen in Position gebracht, die aus dem europäischen Ausland kritisch gesehen werden. Die künftigen Regierungspartner wollen die Konjunktur mit schuldenfinanzierten Ausgaben anschieben und fordern eine Überprüfung der EU-Haushaltspolitik sowie des Euro-Stabilitätspakts.[/vc_column_text][vc_column_text]Den Bürgern werden zudem ein Grundeinkommen, Steuersenkungen, höhere Sozialausgaben und die Rücknahme der Rentenreform versprochen, mit der das Rentenalter heraufgesetzt werden sollte. Wie die Gegenfinanzierung gelingen soll, ließen sie allerdings offen. Finanzielle Stabilität klingt jedenfalls anders – und das zeigt sich auch am Euro, der gegenüber dem US-Dollar auf nun rund 1,17 USD gefallen ist. [/vc_column_text][vc_column_text]Derweil fallen bis auf die Vereinigten Staaten die Frühindikatoren für das konjunkturelle Wachstum weltweit bestenfalls gleichbleibend aus. Auch die japanische Industrie hat im Mai einer Umfrage zufolge ihr Wachstumstempo gedrosselt. Das zeigt der Markit/Nikkei-Einkaufsmanagerindex, der saisonbereinigt auf 52,5 (April: 53,8) Punkte sank.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Tempo des Zuwachses ist allerdings das langsamste seit neun Monaten. Ursache für die Verlangsamung war die schwächere Dynamik beim Auftragseingang, was im Hinblick eines zuletzt wieder gefallenen Wechselkurses umso erstaunlicher ist. Übersetzt auf die Aktienmärkte wird die Basis für über Erwarten steigende Unternehmensgewinne damit brüchiger.[/vc_column_text][vc_column_text]Gleichsam Öl ins Feuer zu gießen kam der Warnung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gleich, die Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik auf die lange Bank zu schieben. Auch ein zu später und zu langsamer Ausstieg birgt nach Aussage des Generaldirektors Agustin Carstens die Gefahr einer am Ende zu abrupten und zu aggressiven Reaktion. Die europäischen Staatsanleihen bester Bonität reagierten in den letzten Tagen eher gegenteilig – zehnjährige Bundesanleihen konnten jedenfalls ordentlich zulegen. Der Mann hat unseres Erachtens natürlich recht. Es geht eigentlich nicht mehr um das „Ob“, sondern nur noch um das „Wann“.[/vc_column_text][vc_column_text]In dieser Gemengelage kommt uns natürlich sofort ein „Sell in May“ in den Sinn. Denn bislang konnte das alte Hoch in den Indizes noch nicht erreicht werden und das Risiko der Ausbildung eines finalen niedrigeren zweiten Tops an den Aktienmärkten ist nicht von der Hand zu weisen.[/vc_column_text][vc_column_text]Wir hatten bereits vor zwei Wochen auf das Einziehen von Stopp-Loss-Marken bei den Technologieaktien im Portfolio verwiesen. Allerdings hat das Beispiel Micron Technologies gestern gezeigt, wie die Unternehmen, die ohnehin nicht zu hoch bewertet sind, mittels Aktienaufkaufprogrammen hier gegensteuern. Der Aktie brachte das über Nacht mehr als 6% Plus.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Das nach wie vor Rückkaufprogramme positiv wirken können, hat man auch am New Yorker Juwelier Tiffany gesehen. Dieser hat am Mittwoch überraschend gute Zahlen vorgelegt. Nachdem man dann auch noch ein Aktienrückkaufprogramm ankündigte, hob die Aktie ab und schaffte ein sattes Plus von 23%.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“23904″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Heute trennen wir uns von zwei Schwellenländer-Aktien – der griechischen Mytilineos und der China Everbright. Die eherne Regel, dass ein Zinsanstieg in den USA Gift für Schwellenländer ist, hat sich ein weiteres Mal bestätigt. Transmissionsriemen ist hier in erster Linie ein steigender US-Dollar, der Fremdwährungsschulden für die Unternehmen teurer macht.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“23912″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Für den Fall, dass sich die Lage in Italien aufhellt (wovon wir eigentlich ausgehen), sei ein spekulatives Aufstocken der Unicredito-Aktie ebenso empfohlen wie ein erneutes Engagement in der arg gebeutelten Generali-Versicherung. Dort hatte sich die überproportional hohe Positionierung in italienischen Staatsanleihen gerächt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
Twin Peaks?
Von © ICM Concept GmbH|2018-05-29T13:50:30+02:0024.05.2018|Kategorien: Aktienmarkt|Kommentare deaktiviert für Twin Peaks?
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