Noch über Pfingsten war alles in Butter – auch wenn das Thema Sanktionen gegen Russland und den Iran die Presse dominierte. Die Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China hatte für Entspannung gesorgt. Aber das währte nicht lange. Bereits am Dienstag äußerte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Gespräche, die nach seinen Worten nicht als abgeschlossen betrachtet werden können. Hinzu kam, dass er auch noch im Rahmen eines Staatsbesuchs seines südkoreanischen Kollegen Moon Jae Zweifel am Zustandekommen des Gipfeltreffens mit Nordkorea hegte.

Jenseits des großen Teichs im alten Europa sind derweil die Augen auf die Regierungsbildung in Italien gerichtet. Die beiden Populisten-Parteien Lega Nord und Cinque Stelle hatten sich mit Versprechungen in Position gebracht, die aus dem europäischen Ausland kritisch gesehen werden. Die künftigen Regierungspartner wollen die Konjunktur mit schuldenfinanzierten Ausgaben anschieben und fordern eine Überprüfung der EU-Haushaltspolitik sowie des Euro-Stabilitätspakts.

Den Bürgern werden zudem ein Grundeinkommen, Steuersenkungen, höhere Sozialausgaben und die Rücknahme der Rentenreform versprochen, mit der das Rentenalter heraufgesetzt werden sollte. Wie die Gegenfinanzierung gelingen soll, ließen sie allerdings offen. Finanzielle Stabilität klingt jedenfalls anders – und das zeigt sich auch am Euro, der gegenüber dem US-Dollar auf nun rund 1,17 USD gefallen ist.  

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