Der Kakao–Kontrakt der Intercontinental Exchange, kurz ICE, gilt als Maßstab für den globalen Kakao-Handel. Dieser Kontrakt bestimmt die physische Lieferung von Kakao verschiedener Herkunft wie Afrika, Asien sowie Süd- und Lateinamerika an einem der fünf US-amerikanischen Lieferhäfen.

Nach den Meldungen im Februar dieses Jahres über Lieferschwierigkeiten des weltweit größten Kakaoproduzenten, der Elfenbeinküste, infolge ungünstiger Witterungsbedingungen und Pflanzenerkrankungen, hat der Markt einen aufwärts gerichteten Trendkanal ausgebildet, der bis zu einem Preishoch Ende April bei über 2.940 USD je Tonne geführt hat. Nach den Wetterprognosen auf Regen an der Elfenbeinküste allerdings hat der Markt diesen Kanal mit Preisabschlägen vorerst wieder verlassen.

Jedoch wird diese „Besserung“ kaum die bisherigen Produktionsverluste von über 20% ausgleichen können. Und auch der zweitgrößte Kakao-Produzent, der Nachbarstaat Ghana, dürfte mit einem Defizit von über 8% bei einer weiter stabilen Nachfrage am Weltmarkt wohl eher zu einer Verknappung des Angebotes beitragen. 

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