Die norwegische Smakraft ist der größte Betreiber von kleindimensionierten hydroelektrischen Kraftwerken im norwegischen Heimatmarkt. In Kooperation mit örtlichen Landbesitzern finanziert, baut, überwacht und wartet man entsprechende Kraftwerksanlagen und kümmert sich ebenfalls um den Verkauf des erzeugten Stroms. Aktuell betreibt Smart Kraft 216 solcher Wasserkraftwerke. Das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr seinen 20. Geburtstag feiern, hat also sozusagen schon den Proof of Concept vorlegen können. Die jährliche Energieerzeugung liegt inzwischen bei knapp 2 Terawatt. Dies alles vor dem Hintergrund einer relativ klein gehaltenen Unternehmensstruktur.

Smakraft folgt dabei einer klar formulierten ESG-Strategie, welche die bekannten Aspekte jeweils umfasst, wobei Smakraft gezielt darauf abstellt, aus einem lokalen Ansatz heraus eine signifikante Energieversorgung unter Beachtung von Umweltschutz, Menschen- und Arbeitsrecht bis hin zu Community Building zu schaffen. Ein deutliches Manko ist allerdings, dass hinsichtlich der Geschäftszahlen nur eine mangelhafte Transparenz festzustellen ist. Der letzte auf der Webseite veröffentlichte Geschäftsbericht stammt von 2020 und wies damals mit der Begründung niedriger Strompreise unter anderem auch ein Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA von stattlichen 15 aus.

Das lag vor allem daran, dass in 2020 die operativen Zahlen deutlich unter Druck gerieten. So wurden die Umsätze im Gesamtjahr auf knapp 12 Mio. EUR fast geviertelt. Der operative Gewinn verschlechterte sich um 40% auf gut 31 Mio. EUR. Als Ergebnis der Emission eines Grünbonds im Jahr 2021 und einer Kapitalerhöhung im Oktober 2022 verfolgt Smakraft aber inzwichen wieder einen klaren Wachstumskurs. Das spiegelt sich auch inzwischen auch in den bereits verfügbaren Geschäftszahlen 2022 wider.

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