Eigentlich kann es aus Sicht des Sentiments mit den Aktien – zumindest den US-amerikanischen – nicht nach unten gehen. Sicher gibt es  Ausnahmen, wenn schon niedrige Erwartungen nochmals unterboten werden. So geschehen beim Chiphersteller Texas Instruments, der dann auch in den vergangenen Tagen die Branchenkollegen unter Druck setzte.

Zu den Favoriten an der Wall Street zählte Procter & Gamble dank eines überraschend starken Umsatzund Gewinnanstiegs im abgelaufenen  Quartal. Der Konzern will für das Gesamtjahr ein Gewinnwachstum von 5 bis 10% statt 4 bis 9% erreichen. Den Vogel abgeschossen hatte  allerdings der Biotechriese Biogen, der vor nicht allzu langer Zeit schnell ein Viertel an Wert verloren hatte. Die Papiere von Biogen  schossen über 25% in die Höhe, denn: Biogen will ungeachtet zwischenzeitlicher Rückschläge einen Zulassungsantrag für das Alzheimer-Mittel  Aducanumab stellen.

Auch in Europa waren die veröffentlichten Ergebnisse der Q3-Berichtssaison bunt gemischt. Das Highlight kam heute mit Daimler, wo  offensichtlich wieder Geld verdient wird. Mehr dazu im Anleihen-Bereich. Schon gestern hatte der Siemens-Konkurrent ABB berichtet. Der  laufende Konzernumbau und die lahmende Autokonjunktur hatten im dritten Quartal belastet. Der Gewinn des Schweizer Unternehmens  sank um 15% auf über 450 Mio. EUR. Ins Gewicht fielen dabei Kosten für die Vereinfachung der Organisationsstruktur sowie in Zusammenhang mit dem Ende 2018 angekündigten Verkaufs des Stromnetz-Geschäfts an die japanische Hitachi. Immerhin übertraf die Gesellschaft damit die Schätzungen von Analysten.

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