Der Nürnberger Autozulieferer Leoni ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Die schwache Autokonjunktur und geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen hätten auf das Ergebnis gedrückt und im 1. Quartal zu einem deutlichen Rückgang geführt, so Leoni. Dieser einmalige Einbruch im Bereich der Bordnetz-Systeme sei für den Verlust verantwortlich. Insgesamt habe sich das operative Geschäft im 1. Quartal aber stabilisiert. Trotzdem steht unter dem Strich ein Verlust von 132 Mio. EUR.

Vorstandschef Aldo Kamper übt sich in Zuversicht. Die Talsohle sei erreicht und man werde sich spürbar verbessern, versprach er. Das Marktumfeld sei weiterhin sehr unsicher und instabil und die Nachfrage von Kunden in China sei weiter sehr schwach. Auch in Europa bleibe der Start ins 2. Quartal  verhalten. Erst vor kurzem kündigte er ein drastisches Sparprogramm und den Abbau von zweitausend Stellen an.

Die Aktie verlor am Mittwoch spürbar ca. 11% und war damit der schwächste Wert im Nebenwerte Index S-DAX. Die Schweizer UBS behält Leoni auf „SELL“ mit einem Kursziel von 17,00 EUR. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung der Aktie ebenfalls auf „SELL“ mit einem  Kursziel von 10,00 EUR belassen.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren