[vc_row][vc_column][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Es waren Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed, die am Dienstag an den internationalen Börsen zur Trendwende führten. Bei Anlegern hatten sich zuletzt Rezessionsängste breitgemacht und zum Ansteuern „sicherer Häfen“ geführt. Das drückte die Renditen der Staatsanleihen und weckte Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen senken könnte.[/vc_column_text][vc_column_text]Fed-Chef Jerome Powell erklärte, die US-Notenbank würde „angemessen“ auf Risiken aus den Handelskonflikten reagieren. Die Australier machten bereits mit der Entscheidung, den Schlüsselzinssatz auf ein Rekordtief zu senken, den ersten Schritt. Allerdings sieht die dortige Konjunktur im Vergleich zur USamerikanischen wesentlich trauriger aus.[/vc_column_text][vc_column_text]Und da war noch ein weiterer Strohhalm, an den sich die Märkte klammerten: Es keimte Hoffnung auf, dass der Zollkonflikt zwischen den USA und China doch noch beigelegt werden kann. Zum einen kam ein Appell des chinesischen Handelsministeriums, Differenzen auf dem Verhandlungsweg zu überwinden. Zum anderen schätzte man die jüngste Entwicklung im Konflikt über die illegale Einwanderung zwischen den USA und Mexiko positiv ein, nachdem Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador sich zuversichtlich gezeigt hatte, dass eine Einigung erzielt werden könnte. Der Standort Mexiko gilt für verschiedene Konzerne als neue Alternative zu China.[/vc_column_text][vc_column_text]Leicht lösen lässt sich der Handelskonflikt aber schon deswegen nicht, weil es um einen freien Marktzugang in China und USA gleichermaßen geht – wenn man einmal von den Erpressungsversuche des US-Präsidenten gegenüber dem südlichen Nachbarstaat absieht. Hoffentlich nimmt sich Italiens Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini das nicht zum Vorbild! Die Zerreißprobe, inwieweit der eine irtschaftlich ohne den anderen auszukommen versucht, kann in Zeiten intelligenter Datenverarbeitung nur sinnlos Geld kosten. China hatte es vorgemacht und beispielsweise Internetunternehmen freien Raum gegeben, indem es führende US-amerikanische Konkurrenten einfach aussperrte. Das ging natürlich, weil Chinas Anwenderkreis groß genug ist. [/vc_column_text][vc_column_text]Kurz: Etablierte IT-Wertschöpfungsketten zu zerbrechen, bleibt für China und Amerika gleichermaßen ein Drama, denn es teilt die Welt erneut auf. Es bleibt daher höchst unwahrscheinlich, dass bis zum G-20-Treffen Ende des Monats in Osaka ein vollumfängliches Abkommen unterschriftsreif vorliegt. Wahrscheinlicher bleiben Abkommen über einzelne Produkt- bzw. Marktsegmente.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=”1/2″][vc_column_text]In China selbst spielt sich das ganze Drama im verarbeitenden Gewerbe ab und trifft bislang kaum auf binnenmarktorientierte Sektoren. Interessant dürfte in diesem Kontext die Gruppe ausverkaufter chinesischer Internetriesen werden, denn in den Kursen von Alibaba, Tencent und Baidu wurde unter anderem auch ein Delisting an den wichtigen US-Börsen als Schreckensszenario heraufbeschworen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”32277″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=”1/2″][vc_column_text]Anders als die exportorientierte Huawei Group sind diese binnenmarktorientierten Werte stark korreliert mit Verbesserungen in den inländischen Frühindikatoren. Und hier bleiben wir der Überzeugung, dass eine Besserung unabhängig vom weiteren Fortgang des Handelskriegs vor der Tür steht. Wir nehmen daher heute die Alibaba-Aktie in das Aktienportfolio auf.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”32281″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Massiv Federn lassen mussten ein weiteres Mal die US-Vertreter des Subsektors „Interactive media & services“, in dem sich Google, Alphabet, Facebook und Twitter befinden. Die drohende Neuregulierung von Datenschutz-Themen sowie die eingeleiteten Ermittlungen des US-Justizministeriums wegen des Verstoßes gegen Kartellvorschriften gegen den Internetkonzern Alphabet dürften auf die Ertragspotenziale drücken. Die US-Branchenaufsicht FTC hat einem Zeitungsbericht zufolge die Voraussetzungen geschaffen, um das Verhalten des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook im Wettbewerb zu untersuchen. Es bleibt daher bei unserem bereits in Ausgabe 12/19 gegebenen Rat, sich von den Titeln erst einmal zu trennen.[/vc_column_text][vc_column_text]In Italien hat der parteilose Ministerpräsident Giuseppe Conte mit seinem Rücktritt gedroht, sollte die Regierungskoalition von Lega und Fünf-Sterne-Bewegung ihre Streitigkeiten nicht beilegen. Die rechte Lega und die populistische Bewegung müssten rasch entscheiden, ob sie vorgezogene Parlamentswahlen anstrebten oder weiter gemeinsam regieren wollten, erklärte Conte in Rom. Er verwies darauf, dass die Regierung vor schwierigen Entscheidungen über den Haushalt 2020 stehe und dass das Land auf das Vertrauen der Finanzmärkte angewiesen sei. Der italienische Mibtel-Index hatte sich daraufhin wieder über die Marke von 20.000 Punkten geschwungen und unseren letztwöchigen Kauf der Generali- Aktie wieder etwas aufgewertet. Bei der ebenfalls im Portfolio befindlichen UniCredit-Aktie wurden im selben Zeitfenster nahezu die alten Tiefs vom Jahreswechsel und vom Februar erreicht. Wir würden kaufen, wenn wir sie nicht schon hätten.[/vc_column_text][vc_column_text]Volkswagen kommt nun doch mit dem Börsengang eines Teiles seiner Nutzfahrzeugtochter Traton. Am Montag kündigte der Konzern den lange erwarteten Sprung auf das Handelsparket offiziell an. Vorgesehen ist eine Notierung der Traton-Aktien im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) und im regulierten Markt der Börse Stockholm (Large Cap Segment) vorgesehen. Der Börsengang soll – natürlich vorbehaltlich der Marktbedingungen – voraussichtlich noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden und nur aus Aktien aus dem Bestand von Volkswagen erfolgen. Die Mehrheit bleibt bei Volkswagen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_column_text]Zu den Favoriten an der Wall Street gehörte in den letzten Tagen auch der Lkw-Bauer Navistar mit einem Kursplus von rund 10%. Umsatz- und Betriebsgewinn sowie die Prognose des Vorstandes übertrafen die Analysten-Erwartungen. VW ist hier mit rund 16% Großaktionär und wäre auf Sicht in der Lage, sein derzeitiges Markenportfolio bei den Nutzfahrzeugen auch über den großen Teich hinweg auszubauen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_single_image image=”32285″ img_size=”full”][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir gehen davon aus, dass unter anderem die Neuemission den Kurs der VW-Vorzugsaktie bei positivem Marktumfeld wieder in Richtung 175 EUR bringen dürfte. Neben der VW-Aktie kaufen wir auch die Conti-Aktie. Beide hatten wir am 18.4. (Ausgabe 16/19) zum Verkauf gestellt. Das Portfolio besteht nun wieder aus 14 Titeln. Eine Position bleibt unbelegt.
Im Optionsportfolio hatten wir bereits am 16.5. (Ausgabe 20) einen Conti-Put verkauft. Bei Volkswagen wählen wir nun die Put-Variante am Geld (142 EUR) und Fälligkeit Juli mit rund 5,20 Euro. Auch bei der abgestürzten Alibaba bietet sich der Verkauf eines Juli-Puts am Geld (150 USD) mit rund 7,20 USD an.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]