Elliot, Icahn, Cevian – Bis vor wenigen Jahren waren dies allesamt Namen, die nur Eingeweihten im Geschäft mit Übernahmen und Fusionen, kurz M&A, bekannt waren. Doch inzwischen vergeht fast keine Woche, in der nicht ein solcher sogenannter aktivistischer Investor für Schlagzeilen sorgt.

Dabei haftete diesen Investoren in früheren Zeiten regelmäßig ein eher anrüchiger Ruf an. Sie standen für kapitalistische Geldgier, unsoziales Wirtschaften und skrupellose Durchsetzung eigener Renditeinteressen. Doch das Bild hat sich mittlerweile gewandelt. Auch wenn heutzutage sicher der eine oder andere aktivistische Investor immer noch eher nach Cowboy-Manier auftritt, so sind sie inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil der Kapitalmärkte  geworden, um verkrustete Strukturen und im besten Fall unprofitable Strategien von Unternehmen aufzubrechen.

Mitunter eine bittere Medizin, die allerdings wirkt und in vielen Fällen nicht nur für diese Investoren, die in der Regel als Fonds  auftreten, sondern auch für Long-Investoren in den betroffenen Unternehmen attraktive Gewinne bringen. Dabei spielt diesen Fonds auch  die derzeitige Marktlage in die Karten. Denn es ist viel Geld unterwegs, das in Zeiten anhaltender Niedrigzinsen nach höher rentierlichen Anlagen  sucht. So konnten aktivistische Fonds in den letzten sechs Jahren ihre verwalteten Mittel fast verdoppeln.

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