Die Ausbreitung des Virus war schon die ganze Zeit nicht wie eine Exponentialkurve verlaufen. Nun  gibt die  geringer werdende Zahl an Neuerkrankungen Hoffnung auf eine rasche Überwindung der Pandemie.  Balsam auf die Seele der  Anleger war am Mittwoch auch die Ankündigung Chinas, dass weitere Maßnahmen zur  Stützung der heimischen Wirtschaft  ergriffen werden. Das hatte zuletzt wieder für steigende Kurse gesorgt.

Die chinesische Zentralbank hat den Zinssatz für mittelfristige Darlehen an Finanzinstitutionen  (MLP) von vorher 3,25% auf  3,15% gesenkt. Es wird  erwartet, dass dem Schritt am Donnerstag eine Senkung des  Referenz-Zinssatzes (LPR) folgt. Dazu will  die Volksrepublik die Kreditvergabe für wichtige Investitionsprojekte beschleunigen und Finanzhilfen für kleine und private  Firmen  aufstocken.

Der Fahrzeugabsatz in China dürfte dem Autoverband CAAM zufolge angesichts der Virus-Ausbreitung im ersten Halbjahr um  mehr als 10% sinken.  Allerdings unter der Annahme, dass die Ausbreitung vor  April effektiv eingedämmt ist. Für das Gesamtjahr  wird vom  chinesischen Autoherstellerverband ein Rückgang der Verkäufe um rund 5% erwartet.

Die japanische Wirtschaft leidet besonders stark unter den Folgen der Coronavirus-Epidemie in China, dem wichtigsten  Handelspartner. Die Ausfuhren  in die Volksrepublik gingen im Januar um 6,4% zurück. Zudem wirkt sich eine umstrittene  Mehrwertsteuererhöhung  der Regierung in Tokio negativ auf die Inlandsnachfrage  aus. Die japanische Wirtschaft ist im  Schlussquartal 2019 so stark geschrumpft wie seit 2014 nicht mehr. Eine Anhebung der Umsatzsteuer und eine maue weltweite  Konjunktur dämpften den Konsum und die Kapitalausgaben der  Unternehmen in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft.  

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