[vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Der Optionsauslauf vom vergangenen Freitag gab das Signal zum Durchmarsch über die seit Wochen  zementierten Widerstände an den  Aktienmärkten. Hier sei stellvertretend die Marke von 2.800 Punkten im S&P 500 erwähnt. Der DAX landete dann in der laufenden Woche  gleich beim nächsten wirklich großen Widerstand – der Marke von rund 11.800 Punkten. Im vergangenen Jahr hatte das Niveau wiederholt  als Unterstützungslinie gehalten, bis es im Oktober dann endgültig und mit Power nach Süden ging. Nun schloss sich nach den kräftigen  Kursavancen am Mittwoch und Donnerstag eine erste Welle von Gewinnmitnahmen an. Das könnte eine Seitwärtsbewegung bis zum  Quartalsultimo einläuten.[/vc_column_text][vc_column_text]Vor allem die Bayer-Aktie erlebte einen neuen Tiefschlag, nachdem die Tochter Monsanto in USA einen wichtigen Teilprozess um angebliche  Krebsgefahren des Unkrautvernichters Roundup verloren hat. In dem Verfahren geht es um die Klärung, ob Monsanto über diese Risiken  hinweggetäuscht hat oder nicht. Das nennt man ein idiosynkratisches Risiko. Man fühlt sich unweigerlich erinnert an die Monate der VW– Dieselaffäre. Damals wusste man auch nicht, wieviel VW zu zahlen haben würde.[/vc_column_text][vc_column_text]Für die Autobranche bestätigte BMW auf der Bilanzpressekonferenz, dass das Geschäft 2019 bei weitem nicht so rund laufen wird wie im  Jahr zuvor und kürzte sowohl Dividende als auch Ausblick. So treffen die angehobenen Zölle zwischen den USA und China den Autobauer 2019  erstmals in einem vollen Jahr. BMW rechnet mit einer Belastung im mittleren bis hohen dreistelligen Millionenbereich. Auch würden höhere  Zölle der USA auf importierte Autos aus Europa den Konzern hart treffen. Das hinterließ auch Bremsspuren im ganzen Sektor.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“30487″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Einen weiteren Genickschlag musste Autozulieferer Leoni wegstecken, nachdem der Vorstand den Ausblick zurückgezogen und völlig überraschend neben einem noch unkonkreten Konzernumbau die Streichung von 2.000 Stellen angekündigt hatte. So tief wie jetzt stand die Aktie seit zehn Jahren nicht mehr. Wer die Aktie hat, sollte sich jetzt Gedanken über einen Nachkauf machen, frei nach der alten Börsenmakler-Devise „in case of trouble, always double“! In diesem Sinn laden wir den Titel in unser Portfolio.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Überlegen sollte man sich den Einstieg auch beim DAX-Newcomer des vergangenen Jahres – Wirecard. Der Softwareentwickler und Anbieter von digitalen Zahlungsverkehrsdienstleistungen sieht sich seit Februar wiederholten Vorwürfen von Umsatzmanipulationen bei den asiatischen Töchtern ausgesetzt und hält diese nach wie vor für unbegründet. Die BaFin hatte Mitte Februar Leerverkäufe der Aktie  untersagt. Die Perspektive für die Aktie hat sich nach dem rund 50%igen Kursrückgang seit Anfang 2018 durch die herrschende  Unsicherheit  sicher eingetrübt, die Branche selbst halten wir für einen Wachstumsmarkt, da die Banken dieses Segment aufgrund der hohen  Sicherheitsvorgaben gerne outsourcen. Im europäischen Umfeld findet man nur noch den niederländischen Konkurrenten Adyen auf  Augenhöhe.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30471″ img_size=“full“][vc_single_image image=“30475″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Die Aktie ist sicher kein Schnäppchen, aber das Risiko gegebenenfalls wert. Wir bauen im Optionsportfolio auf der Basis 100 den Leerverkauf eines April-Puts auf. Durch die hohe Volatilität der Aktie gibt es knapp 7 EUR Prämie. Die Verlustschwelle läge damit bei nur 93 EUR.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Vermehrt regulatorischer Gegenwind bläst dem Internet-Riesen Google entgegen. Google muss wegen wettbewerbswidriger Praktiken in der  EU erneut eine Milliardenstrafe zahlen. Die EU-Kommission verhängte eine Geldbuße von 1,49 Mrd. EUR dafür, dass Google auf fremden  Websites durch restriktive Vertragsklauseln verhindert hat, dass Wettbewerber wie Microsoft oder Yahoo dort Werbeanzeigen platzieren  konnten. Es handelt sich um die dritte Milliardenstrafe,  die Brüssel in den vergangenen drei Jahren gegen die Tochter des US-Riesen Alphabet verhängt hat.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30479″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Gleiches erlebt aus anderen Gründen auch Konkurrent Facebook. Der ganze Sub-Sektor Media & Services im S&P 500 hatte in den vergangenen Monaten im Index an Gewicht von über 4% auf weniger als 3,5% verloren. Und viel schlimmer: Das Gewinnwachstum sinkt im laufenden Jahr auf Null. Das wiederum bleibt regelmäßig nicht ohne Auswirkungen auf das KGV der Branche, das noch immer rund 50% über dem  Durchschnitt des Index liegt.[/vc_column_text][vc_column_text]Der Spuk um die Fusions-Spekulation Deutsche Bank/Commerzbank könnte schneller wieder vorbei sein als gedacht. Zwar hatten beide Banken am letzten Wochenende mitgeteilt, dass man sich offiziell über einen Zusammenschluss unterhält. Doch je mehr sich der Markt damit beschäftigt, desto deutlicher wird, dass hier kaum Synergie-Effekte locken. Im Gegenteil: Der sehr wahrscheinliche massive  Arbeitsplatzabbau lässt nun auch die Politik sichtbar zurückschrecken. Sie war bislang treibende Kraft hinter dem Projekt, auch wenn der  Bundesfinanzminister nun nichts mehr davon wissen will und auch die Bundeskanzlerin explizit erklärte, dass man erst nach einer  Fusionsentscheidung über mögliche politische Rückendeckung sprechen möchte. Da beide Banken den Eindruck machen, als wenn sie die  Fusionsgespräche nur auf äußeren Druck begonnen haben, dürften diese deshalb womöglich schnell wieder im Sand verlaufen. An der Börse  werden schon einmal die entsprechenden Aufschläge wieder vom Tisch genommen.[/vc_column_text][vc_column_text]Zum Portfolio: Wie erwähnt, steigen wir beim Autozulieferer Leoni ein. Damit bleibt vorerst eine der fünfzehn Positionen unbesetzt. Bei den Optionen verkaufen wir die besagte Putoption mit Laufzeit April und Basis 100 auf die Wirecard-Aktie.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]