Während sich die Makrodaten noch immer tendenziell verschlechtern, geht es an den Aktienmärkten gerade mit den zyklischen Titeln munter nach oben weiter. Normalerweise fällt die Woche nach dem Optionsauslauf eher durchwachsen aus. Doch dieses Mal hatten die globalen Aktienindizes, darunter auch der DAX, nichts Besseres zu tun als wieder an die zuletzt gesetzten Höchststände heranzulaufen.

Das hätte eigentlich auch bei den Staatsanleihen – allen voran beim Bundfuture – zu Kursverlusten führen müssen. Weit gefehlt. Hier haben wir inzwischen eine Rallye wie zuletzt vor eineinhalb Jahren hinter uns. Offensichtlich gehen die Anleiheinvestoren von einer fortgesetzt schlechten konjunkturellen Entwicklung aus und die Aktionäre vom genauen Gegenteil.

Mit der Marke von 2.800 Punkten beim S&P 500 kommt ein ernst zu nehmender Widerstand in Sichtweite. Andererseits sind über fast alle Regionen und Branchen hinweg die Gewinnschätzungen der Analysten derzeit noch im Plus. Und noch besser: Die Gewinne sollen bei den europäischen Aktien mehr zulegen als bei den US-Konkurrenten. Besonders sticht hier der IT-Sektor heraus, ebenfalls zweistellige Zuwachsraten werden bei den europäischen Industrietiteln erwartet. Davon müsste der DAX in besonderem Maß profitieren.

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