[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im Juli/August letzten Jahres eskalierte der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China das erste Mal mit der Einführung eines Strafzolls von 25% auf chinesische Waren im Gesamtwert von rund 50 Mrd. USD. Ende September sattelte Amerika noch einmal drauf und verhängte für Waren im Gesamtwert von 200 Mrd. USD Strafzölle in Höhe von 10%. Gut ein halbes Jahr später ist es vielleicht ganz interessant zu schauen, welche tatsächlichen Effekte diese Strafzölle inzwischen haben. Denn immerhin war der Ausgangspunkt bekanntlich, dass der US-Präsident Donald Trump das überbordende Handelsdefizit mit dem Reich der Mitte signifikant verringern wollte.[/vc_column_text][vc_column_text]Auf den ersten Blick scheinen die Strafzölle erhebliche Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum in China zu haben. Jedenfalls markierte das BIP-Wachstum im vierten Quartal mit 6,4% auf Jahresbasis das niedrigste Wachstum seit 2009, als bekanntlich die Finanzkrise am toben war. Keine Frage: Die Strafzölle verfehlen in verschiedenen Wirtschaftsindikatoren nicht ihre Wirkung. Doch die große Krise, die im vergangenen Jahr von nicht wenigen Marktteilnehmern an die chinesische Mauer geschrieben wurde, scheint nicht einzutreten. Das liegt zum einen natürlich an der inzwischen wieder deutlich expansiven Geld- und Fiskalpolitik der chinesischen Regierung und ihrer ausführenden Organe wie die Notenbank.[/vc_column_text][vc_column_text]Zum anderen zeigt der genauere Blick auf die Auswirkungen der Strafzölle, dass es die betroffenen Warengruppen zwar hart traf, das Exportgeschäft insgesamt allerdings sehr gut damit umgehen kann. Dazu der Blick auf zwei Grafiken.[/vc_column_text][vc_column_text]In der linken Grafik sehen Sie die prozentuale Entwicklung der Importe aus China. Die wichtigste Aussage dabei: Obwohl inzwischen gut die Hälfte aller Importe mit Strafzöllen belegt ist, sind bislang signifikante Einbrüche noch nicht erkennbar. Die Zahlen, die China selbst geliefert hat, sollten in diesem Zusammenhang mit der nötigen Skepsis gesehen werden. Dass es bei den anderen Datenreihen (Imports from China, Total Imports) im weiteren Zeitablauf sicherlich auch einen Knick geben wird, wäre nachvollziehbar. Das Entscheidende aus unserer Sicht ist der Umfang. Das wird in der rechten Grafik deutlich.[/vc_column_text][vc_single_image image=“29810″ img_size=“full“][vc_column_text]Man könnte in diesem Fall sicherlich sagen: Den Ersten beißen die Hunde. Denn die Waren, die als erste und dann auch noch mit den höchsten Strafzöllen belegt wurden, mussten nachvollziehbar den größten Einbruch bei den Importen hinnehmen. Im Gegensatz dazu scheinen die Waren, die in dem 200-Mrd.-Paket mit 10% Strafzoll belegt wurden, diese Handelsbelastungen sehr gut wegzustecken. Die Erklärung dafür ist relativ simpel. Denn hier hatte sich im Vorfeld der erwarteten Strafzölle das Volumen deutlich erhöht. Nachdem bekannt wurde, welche Produkte betroffen sind, mussten die chinesischen Hersteller in diesem Bereich die Preise zur Kompensation deutlich weniger absenken, als es bei der 50-Mrd.-USD-Liste der Fall war. Hier wurden durchschnittlich die Preise um 15 Prozentpunkte gesenkt, während es bei der 200-Mrd.-Liste nur rund 5 Prozentpunkte waren.[/vc_column_text][vc_column_text]Insofern kann man als Zwischenfazit sicherlich ziehen, dass die Strafzölle in den einzelnen Warengruppen zum Teil erhebliche Konsequenzen haben. Bei einer Vielzahl von Produkten halten sich die Einflüsse allerdings sehr stark im Rahmen. Nicht im Rahmen halten sich dagegen die Tendenzen bei den Importen in China. Denn hier gab es mit Einführung der Strafzölle massive Kürzungen. Wir hatten dies auch schon im Alpha Strategie angesprochen. Die letzten verfügbaren Zahlen aus dem Januar zeigten einen Einbruch bei den Importen aus den USA um über 41%.[/vc_column_text][vc_column_text]Aus dieser Sachlage heraus stehen die Chancen weiterhin nicht schlecht, dass sich die USA und China auf eine Lösung der Problematik verständigen. Denn auch in den USA sind nach unserem Eindruck die Jubelarien, was man zusätzlich durch die Strafzölle verdient habe, inzwischen verstummt und der US-Präsident Donald Trump dürfte wissen oder zumindest ahnen, dass er hier endlich ein Erfolgserlebnis braucht, um von den anderen bekannten Problemen abzulenken. Für China selbst steigen mit den derzeitigen Zahlen die Chancen, dass der Markt wieder eine neue Erholungs-Spekulation entwickelt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
USA vs. China: Was die Strafzölle bislang brachten
Von © ICM Concept GmbH|2019-02-22T11:51:29+01:0021.02.2019|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für USA vs. China: Was die Strafzölle bislang brachten
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