Mit dem Gesundheitskonzern Fresenius und seiner wichtigsten Tochter Fresenius Medical Care standen in dieser Woche zwei echte Highlights auf dem laufenden Berichts-Programm in Deutschland. Wobei im Vorfeld schon klar war, dass die Zahlen für die zurückliegenden zwölf Monate verhalten ausfallen dürften. Immerhin schafften es beide Unternehmen, bei ihrer Bilanzvorlage die heruntergesetzten Erwartungen zu erfüllen. So wurde schnell zum wichtigeren Aspekt, was beide Unternehmen für dieses und kommendes Jahr zu sagen hatten.

Von Fresenius kam dabei eine klare Ansage: 2019 wird ein Pausenjahr für das bisherige rasante Wachstum. Was nicht bedeutet, dass der  Gesundheitskonzern untätig bleiben wird. Nachdem im vergangenen Jahr die geplante Übernahme des amerikanischen Generika-Herstellers Akorn scheiterte, will Vorstandschef Stefan Sturm in diesem Jahr vor allen in den bestehenden Sparten investieren. Von rund 2,5 Mrd. EUR  Investitionssumme ist die Rede, die unter anderem in die Krankenhaus-Tochter Helios und in das Geschäft mit Nachahmermedikamenten fließen könnte.

Dafür will Fresenius in diesem Jahr stagnierende Gewinne in Kauf nehmen. Ab 2020 will der Konzern wieder durchstarten. Die Mittelfristprognose für den Zeitraum 2020-2023 sieht ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 4-7% vor. Beim Konzernergebnis stellt man ein Wachstum zwischen 5-9% in Aussicht. Um die Aktionäre bei der Stange zu halten, hat man eine höhere Dividende angekündigt, die auch 2019 weiter steigen soll.

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