Die Anleger an den New Yorker Börsen hatten die Handelssorgen in der laufenden Woche beiseitegeschoben. Analysten zufolge herrschte Erleichterung, dass US-Präsident Donald Trump chinesische Importe nicht wie erwartet mit Strafzöllen in Höhe von 25% belegt hat. Die Verhängung einer zehnprozentigen Abgabe schürt Hoffnungen, dass sich der Handelskonflikt abschwächt und sich weitere Verhandlungen anschließen.

Hinzu kam die Aussage von Goldman Sachs, dass die Kursrückgänge an den Schwellenländerbörsen ein vorläufiges Ende gefunden hätten. Das befeuerte die dortigen Aktienkurse ebenso wie diejenigen in den Industrieländern.

Inwieweit sich hieraus eine generelle Trendwende entwickeln kann, hängt zum aktuellen Stand vor allem am chinesischen Wachstum. Denn der wichtigste Handelspartner vor allem für die Schwellenländer heißt eben nicht USA, sondern China. Das ist einerseits im Hinblick auf den Zollstreit beruhigend, macht allerdings auch klar, dass die konjunkturelle Lage Chinas entscheidenden Einfluss auf die Börsen hat.

Und da sieht es derzeit nicht so gut aus. Wir haben beispielhaft die Entwicklung von Anlageinvestitionen herausgegriffen. Zugegebenermaßen spielen hier Basiseffekte eine große Rolle, denn je größer eine Volkswirtschaft wird, desto kleiner werden die Zuwachsraten. Doch sowohl beim Bau und bei den Anlageinvestitionen, als auch bei der Nachfrage nach Maschinen mäandert China um die Null-Linie (siehe Chart). Speziell beim Bau sind gleichermaßen Infrastruktur und Hochbau betroffen.

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