In den Handelsstreit zwischen den USA und der EU ist zuletzt mit dem Besuch von Jean-Claude Junker, dem Präsidenten der EU-Kommission, Bewegung gekommen. Das dürfte auch ein Resultat einer Reihe negativer Quartalsberichte von Unternehmen sein, in denen sich erstmals negative Auswirkungen von Trumps „America first“-Politik offenbaren.

Die angedrohten Autozölle waren nach dem Treffen vom Tisch und konkrete Gespräche über einen Abbau von Handelsbarrieren avisiert. Es gibt auch keine neuen Zölle, solange EU und USA verhandeln. Die Europäer sollten sich aber außerdem verpflichten, mehr Soja und Flüssiggas zu importieren. Angesichts der Absatzprobleme vor allem von Soja in China braucht der Präsident dringend neue Märkte, um seine Wähler aus dem Mittleren Westen weiter bei der Stange halten zu können. Der Sojapreis war zuletzt um 15% abgestürzt und liegt damit unter den USProduktionskosten.

Den US-Autobauern General Motors und Ford bekommen die Importzölle auf Stahl und Aluminium im zweiten Quartal offensichtlich gar nicht. GM berichtete einen Nettogewinn von 2,4 Mrd. USD, 44% mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Rohstoffkosten waren in dem Zeitraum allerdings rund 300 Mio. USD höher als im Vorjahresquartal. Die Aktie hat seit Einführung der Importzölle knapp 20% verloren.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren