Im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern hatten koreanische, taiwanesische und chinesische Aktien zuletzt unter dem Ausstieg der Investoren ungleich weniger gelitten als ihre Pendants aus anderen Regionen. Dort ging es seit Jahresanfang immerhin satte 16% nach unten. Die Frage ist nun, ob hier bereits der eine oder andere (Rück-)kauf lohnt. Üblicherweise sind die asiatischen Börsen ein besonders feinfühliger Seismograph der globalen Konjunkturlage. Und hier deuten die Exportvolumen allenthalben auf eine weitere Abschwächung hin.

Auch der IT-Sektor dürfte dabei nicht verschont werden. Man denke zum einen an den Einfluss möglicherweise  stagnierender Autoverkäufe auf die Halbleiternachfrage. Bislang zählte China noch nicht zum Epicenter, aber zunehmend  schlechtere Bedingungen für eine Kreditaufnahme könnten die Anlageinvestitionen und konsequenterweise damit die Importe bremsen. In den zurückliegenden 18 Monaten gingen die Kreditanträge fast 2% zurück, nachdem die Kreditzinsen immer weiter gestiegen waren. Der Rest der Region musste seit Jahresanfang mit schwachen Wechselkursen kämpfen.

Der Cocktail ist gefährlich, weil die Importe in Schwellenländer immerhin 30% aller Importe global ausmachen. USA und Europa zusammen bringen es gerade einmal auf 24%. Wir hatten in den vergangenen Wochen unseren Anteil an asiatischen Schwellenländern im Portfolio stark reduziert.

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