[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vor allem die US-Unternehmen lieferten in den vergangenen Tagen weiterhin überzeugende Quartalsergebnisse ab. Bestes Beispiel war die Google-Mutter Alphabet, die am Montag ihr Zahlenwerk vorstellte. Sprudelnde Einnahmen aus Online-Werbung füllen nach wie vor die Kasse. Im vergangenen Quartal erwirtschaftete der Mutterkonzern Alphabet einen Überschuss von 8,95 Mrd. USD. Zwar lag der Gewinn über den Erwartungen von Analysten, doch langsam sieht man auch an der Entwicklung der Kosten, die um 26% auf 31,07 Mrd. USD anstiegen, dass mehr Umsatz noch mehr Investitionen erforderlich macht.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Unter anderem steckte Alphabet im Weihnachtsgeschäft mehr Geld in den Ausbau seines Netzes an Rechenzentren, das Marketing, neue Immobilien und das Anwerben von Talenten für die boomende Cloud-Sparte. Der Umsatz des weltgrößten Suchmaschinenanbieters legte im Zeitraum von Oktober bis Dezember um 22% auf 39,3 Mrd. USD zu.[/vc_column_text][vc_column_text]Mehr als 80% der Erlöse kamen aus dem Werbegeschäft. Im vergangenen Jahr hat Alphabet die Zahl der Cloud-Kunden mit Mehrjahresverträgen verdoppelt. Der Aktie, die seit Jahresanfang immerhin 17% zugelegt hatte, verschaffte das Zahlenwerk allerdings noch keinen neuen Kick.[/vc_column_text][vc_column_text]Nachdem Facebook in der vergangenen Woche mit dem Ergebnis für das 4. Quartal 2018 positiv überraschen konnte, bleibt natürlich die Frage, ob ein Investment hier noch sinnvoll ist. Der Sektor Interactive Media & Services, zu dem beide Aktien zählen, weist zwar mit gut 22 ein KGV 2020 unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre auf (siehe unteres Diagramm), hat aber kein höheres Gewinnwachstum als der S&P 500 selbst zu bieten, nämlich rund 10% (siehe oberes Diagramm).[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29348″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das liegt an den überproportional ansteigenden Kosten für jeden Dollar weiterer Umsatz. Hinzu kommt das schwelende Risiko staatlicher Regulierung, das nicht nur den Datenschutz, sondern vor allem auch die Erhebung von Ertragssteuern betrifft. Wir empfehlen daher Zurückhaltung zu üben, denn für diese Risiken sind die Aktien einfach schon zu teuer.[/vc_column_text][vc_column_text]Derweil offenbart sich bei den Frühindikatoren in der Euroregion weiterhin eine Zweiteilung. Während der deutsche Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im Januar gegenüber dem Vormonat ein Wachstum verzeichnen konnte (53 Punkte nach 51,8), hat die Wirtschaft der Eurozone leicht an Wachstum eingebüßt. Der Sammelindex für die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleister sank minimal auf 51,0 Zähler nach 51,1.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Highlight am deutschen Aktienmarkt setzte Wirecard. Der Newcomer im Dax konnte per Saldo von der Erholung am Aktienmarkt überhaupt nicht profitieren. Grund hierfür war ein Bericht in der asiatischen Ausgabe der Financial Times, der den Verdacht der Bilanzfälschung in den Raum stellte. Inzwischen geht es auch um Kursmanipulation. Kurz: Geklärt ist noch nichts, aber die Börse gewinnt wieder Vertrauen. Sonst wären 7% Plus am Dienstag nicht möglich gewesen.[/vc_column_text][vc_column_text]Besonders ausgeprägt war aber die Wachstumsschwäche in Frankreich und Italien. Hier sank der Composite-Index auf 48,2 bzw. 48,8 Zähler. Das schreit eigentlich nicht nach höheren Aktienkursen, sondern zeigt eher, dass das Risiko einer Abkühlung gerade in der Euroregion nicht von der Hand zu weisen ist. Nächsten Freitag laufen die Februar-Optionen aus. Grund genug, um erst einmal von einer Verschnaufpause an den Märkten auszugehen.[/vc_column_text][vc_column_text]Seit gefühlt ewigen Zeiten wird die europäische Bankenlandschaft gemieden. Schlechte Zahlen sind dort inzwischen zur Gewohnheit geworden. Interessant dabei war in den vergangenen Tagen das Ergebnis der spanischen Banco Santander, das mit einer Milliarde für das vierte Quartal recht solide ausfiel. Wenn man sich das Zinsergebnis ansieht, lässt sich erahnen, wie viel mehr die südeuropäischen Banken im Vergleich zu ihren deutschen Konkurrenten durch die dort höheren Kapitalmarktrenditen verdienen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“29336″ img_size=“full“][vc_column_text]Der Bewertungsunterschied zwischen spanischen und italienischen Universalbanken kann gravierender nicht sein. Die UniCredit ist als größtes italienisches Institut im Verhältnis zum eigenen Buchwert (P/TNAV) günstiger bewertet als das billigste spanische. Die Kernkapitalquoten zeigen hingegen ein relativ einheitliches Bild. Und die Dividendenrenditen sind mit mehr als 5% nahezu unglaublich.[/vc_column_text][vc_column_text]Für die spanischen Banken sprechen nicht nur ein besseres konjunkturelles Umfeld, sondern auch relativ saubere Kreditbücher. Das ist bei italienischen Instituten offensichtlich anders. Hier fehlt zu weiteren Abschreibungen bei vielen Banken das dazu nötige Eigenkapital. Die Ausnahme stellen hier Intesa Sanpaolo und UniCredit dar – die beiden größten Institute Italiens. Intesas Vorstandsvorsitzender preschte bereits mit der Aussage vor, dass die Bank 2019 ein viel höheres Ergebnis liefern kann – und das, obwohl das Land wieder in eine Rezession zu kippen droht.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Heute kam noch das Quartalsergebnis der Unicredit, das bereinigt um Sondereffekte mit 840 Mio. EUR ein ganzes Stück höher ausfiel, als der Markt erwartet hatte. Das lag unter anderem auch an den Fortschritten in den Kosteneinsparungen. Dem Aktienkurs brachte es am Ende nur ein kleines Plus.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29340″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Zum Portfolio: Wir verkaufen unsere Position in der japanischen Softbank-Aktie. Grund hierfür waren Berichte, dass der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 5,5 Mrd. USD starten will. Sell on good news! Zwei von fünfzehn Positionen sind nun unbesetzt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
Aktien: Berichtssaison stützt Kurse
Von © ICM Concept GmbH|2019-02-08T11:44:29+01:0007.02.2019|Kategorien: Aktienmarkt|Kommentare deaktiviert für Aktien: Berichtssaison stützt Kurse
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