[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Organisation erdölexportierender Länder, besser unter ihrem Kürzel OPEC bekannt, ringt um ihre Zukunft. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die bisherigen Machtverhältnisse im Ölmarkt teilweise außer Kraft gesetzt wurden. Das traf insbesondere auf den Einfluss der USA zu, die sich von einem größtenteils Importeur zu einem gewichtigen Exporteur gewandelt haben durch die massive Förderung des so genannten Fracking.[/vc_column_text][vc_column_text]Einen neuerlichen Beweis liefern hierbei auch die jüngsten Produktionszahlen. So wurde gerade gemeldet, dass die durchschnittliche  wöchentliche Ölproduktion in den USA weiter auf einem Rekordniveau von 11,9 Mio. Barrel pro Tag liegt. Ein Niveau, das inzwischen seit Ende 2018  gehalten werden kann, wodurch Amerika zum weltgrößten Produzenten aufgestiegen ist und die traditionellen Top-Länder Saudi-Arabien und Russland auf die Plätze verwiesen hat.[/vc_column_text][vc_column_text]Diese scheinen nun zum Gegenangriff übergehen zu wollen, um es einmal so martialisch auszudrücken. In den vergangenen drei Jahren war Russland bekanntlich schon näher an die OPEC herangerückt. Diese hatte auf Initiative von Saudi-Arabien eine inoffizielle Partnerschaft namens OPEC+ mit Russland und anderen Ölexporteuren eingerichtet, um die Drosselung der Förderquoten möglichst breit durchzusetzen. Nun wollen Medienberichten zufolge federführend Saudi-Arabien und Russland aus OPEC+ eine offizielle Partnerschaft machen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Würde solch eine Partnerschaft tatsächlich umgesetzt werden, könnte das neue Kartell knapp die Hälfte des weltweiten Ölangebotes kontrollieren. Damit  würden letztlich entsprechende Maßnahmen mit Blick auf den Ölpreis eine deutlich höhere Durchschlagskraft erreichen und den aktuellen Einfluss der  US-Produktion auf die Preisbildung wieder abdämpfen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29326″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das Problem dabei: Solch ein Pakt hätte nicht nur viele Gegner, sondern wohl auch viele Hintertüren. So ist bereits jetzt deutlich, dass insbesondere der Iran und einige andere OPEC-Staaten solch einer Partnerschaft sehr negativ gegenüber stehen, weil sie eine noch größere Dominanz von Saudi-Arabien und Russland befürchten. Außerdem soll nach bisherigen Vorstellungen dieser Pakt nicht rechtlich bindend sein.[/vc_column_text][vc_column_text]Das könnte natürlich letzten Endes bedeuten, dass es immer wieder zu Vertragsverletzungen käme, wenn Exporteure aus finanziellen Gründen heraus ihre Produktion beispielsweise anheben wollen. Schon nach der Verabredung 2016 zu gemeinsamen  Förderkürzungen gab es immer wieder Produzenten, die kurzzeitig ausgeschert sind. Insofern dürfte solch ein formales Abkommen wohl am Ende nicht zustande kommen, aber die informellen Absprachen deutlich zunehmen und letztlich an Gewicht gewinnen. Für den Ölpreis, und letztlich dann auch für die Ölfirmen, könnte sich das nachhaltig positiv auswirken.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]