Am Tag der US-Zinssenkung hatte sich auch noch eine andere Unsicherheit etwas aufgeklärt: Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden hatte sich bei den Vorwahlen in 14 Bundesstaaten erfolgreich zum faktischen demokratischen    Präsidentschaftskandidaten krönen lassen. Das war zwar noch keine endgültige Nominierung als Herausforderer von Donald Trump.  Es ist aber zunehmend unwahrscheinlicher, dass Bernie Sanders als links gerichteter Sozialist den Stich machen kann.

Biden steht für eine Stärkung der Mittelschicht. Er will eine Abkehr von einer Begünstigung der Kapitaleinkünfte gegenüber  dem Arbeitseinkommen und dementsprechend die Unternehmenssteuern von 21 wieder auf 28% erhöhen und gleichzeitig den  Spitzensteuersatz bei Einkommen von 37% auf rund 40% hochsetzen.

Neben einem Mindestlohn von 15 USD pro Stunde sollen auch die öffentlichen Hochschulen  von Studiengebühren befreit werde im  Sinne eines Bildungsprogramms, das auf lebenslanges Lernen fokussiert ist. Und er will anders als Trump die Gesundheitsvorsorge  Obamas um eine staatliche Krankenversicherung als Konkurrenz zu den privaten erweitern. Klingt europäisch, oder? Dass nun  zunehmend Klarheit über die Präsidentschaftskandidaten eintritt, hatte den Aktienmärkten zusätzlich geholfen. 

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