In der vergangenen Woche hatte es noch anders ausgesehen, als der DAX 30 zuerst einen letzten Angriff auf die Marke von 11.370 Punkten unternahm, scheiterte und sich dann bei 10.860 Punkten wiederfand. Doch die Bären hatten vorerst nur kurz Oberwasser. Die Anleger müssen sich wie vorhergesagt in diesem Jahr dennoch mit einer höheren Unsicherheit an den Kapitalmärkten abfinden.

Speziell im DAX hält der Neuzugang Wirecard die Investoren in Atem. Der „Wirecard-Krimi“, wie es am Donnerstag die FAZ betitelte, hat erwartungsgemäß nicht nur Leerverkäufer auf den Plan gerufen, sondern auch die großen Anwaltskanzleien, die sofort erste Klagen für die Einleitung einer „Class Action“ wegen vermeintlicher Verstöße gegen amerikanische  Wertpapiergesetze hinsichtlich unterlassener oder falscher  Finanzberichterstattung eingereicht haben. Offensichtlich war auch schon vor Veröffentlichung des den Kurssturz auslösenden Artikels in der  Financial Times Singapur dessen Inhalt durchgesickert, sodass nun auch die deutsche Staatsanwaltschaft unterwegs ist.

Mit über 30% Minus in den vergangenen vier Wochen ist die Wirecard-Aktie allein allerdings nur für rund 60 Punkte Minus im DAX verantwortlich. Kaufen würden wir die Aktie trotz des niedrigen Kurses nicht, denn sollte an den Behauptungen der Financial Times etwas dran sein, dürfte das die Aktie längerfristig belasten..

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