Bevor es in die reguläre Aktien-Kommentierung geht, ein Blick auf die Nachricht der Woche schlechthin: Deutsche Bank und Commerzbank haben offiziell die Fusionsgespräche abgesagt. Wie es offiziell heißt, konnten beide Großbanken keinen „ausreichenden Mehrwert“ in einem Zusammenschluss erkennen. Das ist keine Überraschung, nachdem in den vergangenen Wochen schon ausführlich nachgerechnet wurde, dass sich solch eine Fusion hauptsächlich nur über einen massiven Arbeitsplatzabbau rechnen würde. Nun stehen  beide Institute vor der Aufgabe, wieder ihre eigenen Strategien aufzunehmen. Man darf gespannt sein, ob nun bei der Commerzbank  tatsächlich andere Käufer anklopfen.

Die Deutsche Bank hatte am Donnerstag im Übrigen neben der Absage auch ihre Quartalsbilanz zu präsentieren. Diese lag über den  Erwartungen, die aber im Vorfeld massiv zurückgestutzt worden waren. In der nächsten Ausgabe mehr davon.

Die Berichtssaison hält die Börsen in Schach. Äußerst gute Zahlen präsentierten zwei Unternehmen der Softwarebranche. SAP und  Microsoft erreichten neue Alltime-Highs. Offensichtlich werden die Senkrechtstarter des Jahres berechtigt gekauft, denn derart bestechende  Zahlen (zweistelliges Umsatz- und Ertragsplus) hat kaum eine andere Branche. Zum „Held des Tages“ wurde am Dienstag der Zahlungsdienstleister Wirecard, der sogar noch mehr als die SAP-Aktie abhob, weil der Vorstand einen neuen strategischen Großinvestor –  die allseits bekannte japanische Technologieholding Softbank – aus dem Hut zauberte. Softbank will eine Wandelanleihe im Volumen von  900 Mio. EUR zeichnen und so bei Wirecard einsteigen. Das soll dann einer Quote von 5,6% des Aktienkapitals entsprechen.

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