[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bevor es in die reguläre Aktien-Kommentierung geht, ein Blick auf die Nachricht der Woche schlechthin: Deutsche Bank und Commerzbank haben offiziell die Fusionsgespräche abgesagt. Wie es offiziell heißt, konnten beide Großbanken keinen „ausreichenden Mehrwert“ in einem Zusammenschluss erkennen. Das ist keine Überraschung, nachdem in den vergangenen Wochen schon ausführlich nachgerechnet wurde, dass sich solch eine Fusion hauptsächlich nur über einen massiven Arbeitsplatzabbau rechnen würde. Nun stehen beide Institute vor der Aufgabe, wieder ihre eigenen Strategien aufzunehmen. Man darf gespannt sein, ob nun bei der Commerzbank tatsächlich andere Käufer anklopfen.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Deutsche Bank hatte am Donnerstag im Übrigen neben der Absage auch ihre Quartalsbilanz zu präsentieren. Diese lag über den Erwartungen, die aber im Vorfeld massiv zurückgestutzt worden waren. In der nächsten Ausgabe mehr davon.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Berichtssaison hält die Börsen in Schach. Äußerst gute Zahlen präsentierten zwei Unternehmen der Softwarebranche. SAP und Microsoft erreichten neue Alltime-Highs. Offensichtlich werden die Senkrechtstarter des Jahres berechtigt gekauft, denn derart bestechende Zahlen (zweistelliges Umsatz- und Ertragsplus) hat kaum eine andere Branche. Zum „Held des Tages“ wurde am Dienstag der Zahlungsdienstleister Wirecard, der sogar noch mehr als die SAP-Aktie abhob, weil der Vorstand einen neuen strategischen Großinvestor – die allseits bekannte japanische Technologieholding Softbank – aus dem Hut zauberte. Softbank will eine Wandelanleihe im Volumen von 900 Mio. EUR zeichnen und so bei Wirecard einsteigen. Das soll dann einer Quote von 5,6% des Aktienkapitals entsprechen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Der DAX konnte aufgrund der Kursexplosion der beiden vorgenannten Werte erstmals seit Oktober die Marke von 12.300 Punkten überwinden. Beim S&P 500 wird hingegen noch immer am letzten AlltimeHigh von 2.930 Punkten gekämpft. Die Chance auf höhere Kurse ist aufgrund der mehrheitlich positiv verlaufenden Berichtssaison groß.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31233″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Auf der Makroebene ergeben sich in Euroland hingegen immer noch Enttäuschungen. Entgegen der Erwartungen sank der Sammelindex für die Industrie und das Dienstleistungsgewerbe auf 51,3 Zähler nach 51,6 im Vormonat. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich zwar leicht auf 47,8, blieb damit jedoch auch hinter den Schätzungen von 48 Zählern zurück, während der Dienstleistungs-Index noch stärker zurückfiel auf 52,5 Zähler und die Erwartung von 53,1 verfehlte. Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich steht das verarbeitende Gewerbe im Index immer noch auf Kontraktionskurs. Das Prinzip Hoffnung gilt hier also weiter.[/vc_column_text][vc_column_text]Der Ölpreis klettert in diesen Tagen auf den höchsten Stand seit fast sechs Monaten. Das Barrel kostet nun 66 USD für WTI und 75 USD für Brent. Der Sanktionskonflikt zwischen den USA und dem Iran und die damit verbundenen Angebotssorgen dürften den Preis auch weiterhin hoch halten. Die Ölwerte reagierten auf diese neue Wendung seltsamerweise leicht negativ. Dennoch – bleiben Sie vorerst engagiert.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch die Auktionsplattform Ebay legte tolle Zahlen vor. Der Überschuss konnte im ersten Quartal um rund 27% auf 518 Mio. USD steigen, der Umsatz kletterte immerhin noch um 2,4% auf 2,64 Mrd. USD.[/vc_column_text][vc_column_text]Von der Chipindustrie kommen erwartungsgemäß schwache Zahlen für das 1. Quartal. Der US-Chipkonzern Texas Instruments hat im vergangenen Quartal weniger verdient und umgesetzt als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Überschuss sei auf 1,22 Mrd. USD von 1,37 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum gesunken. Der Umsatz verringerte sich um 5,1% auf 3,59 Mrd. USD. Zuletzt hatte Texas Instruments eine sinkende Nachfrage nach Speicherchips in fast allen Märkten zu spüren bekommen.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Perspektive allerdings dürfte sich über das zweite Halbjahr hinweg aufhellen, wenn man dem weltweit größten Halbleiterproduzenten, der Taiwan Semiconductor Manufacturing, Glauben schenkt. Und das sollte man, denn TSMC steht für rund 50% der globalen Chip- Produktion. Im am Karfreitag publizierten Quartalsergebnis sah man zwar die Spuren des Einbruchs. So ging der Gewinn pro Aktie von 3,46 TWD pro Aktie auf 2,37 TWD zurück. Aber: Aufs Gesamtjahr betrachtet wird mit 13,04 TWD nach 13,54 TWD gerechnet und für 2020 bereits mit 15,77 TWD[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Vor allem der Rückgang der Lagerbestände und eine neue Generation von Halbleitern der 7-NanometerTechnik und nachfolgend 5 Nanometer in 2020 dürfte den Umsatz wieder beschleunigen. Gebraucht werden die Chips für Geräte des neuen 5G-Mobilfunkstandards. Der in der letzten Ausgabe erwähnte Vergleich zwischen Apple und Qualcomm dürfte den Weg für den Einsatz von 5G-Modems, die 7nm- Chips beinhalten, ebnen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31237″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Auch der kleinere taiwanesische Kollege United Microelectronics berichtete gute Zahlen und präsentierte ebenfalls einen positiven Ausblick. Hier schwebt noch das Risiko aus einem Patentstreit mit Micron über der Aktie. Die Aktie gilt als Turnaround-Spekulation, die ebenfalls stark von einem Ende des US-chinesischen Handelskriegs profitieren dürfte. 0,7 TWD lautet die Gewinnerwartung pro Aktie für 2019, 2020 sollen es dann 0,75 TWD sein. Die Aktien kauft man hinsichtlich der Liquidität am besten als ADR an der NYSE und nicht in Deutschland.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]TSMC und Konkurrent UMC haben mit rund 20 ein vergleichbares KGV. Beim Kurs zu Buchwertverhältnis aber steht TSMC beim rund 4fachen Buchwert gegenüber nur 0,7 (!) bei UMC.[/vc_column_text][vc_column_text]Generell: Wenn schon die Welt von Chinas Anschubmanövern für die eigene Konjunktur profitiert, dann erst recht auch der kleine Nachbar Taiwan. Ohnehin lief dieser Markt eher parallel zu den Aktienbörsen der Industrieländer und weniger der Emerging Markets. Ein Taiwan-Dollar (TWD) sind übrigens 0,028 EUR.[/vc_column_text][vc_column_text]Zum Portfolio: Das Timing mit dem Verkauf von Volkswagen Vorzügen und Continental war bisher richtig. Der Einbruch bei UniCredit resultierte vornehmlich aus der Dividendenzahlung. Wir verkaufen heute die südafrikanische Naspers-Aktie aus taktischen Gründen und kaufen dafür die United Micro Electronics (UMC) als ADR. Damit bleibt es bei 12 von 15 belegbaren Positionen. Bei den Optionspositionen warten wir erst einmal ab, ehe wir neue eingehen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31241″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]
Aktien: Mitten im Zahlenreigen
Von © ICM Concept GmbH|2019-04-26T11:45:19+02:0025.04.2019|Kategorien: Aktienmarkt|Kommentare deaktiviert für Aktien: Mitten im Zahlenreigen
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