Aktien: Luft holen wäre angesagt

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Aktien: Luft holen wäre angesagt

In den vergangenen Tagen ging es vor allem in den USA weiter hurtig nach oben, während Euroland aufgrund des Ausbruchs des Euro-Dollar-Kurses nach oben nicht vom Fleck kommt. Daneben sahen wir neue All-time-Highs im Hang Seng Index.

Doch nicht alle Sektoren entwickelten sich gleich. Bei den Finanzkonzernen schlägt die US-Steuerreform vollauf die Zahlen des vierten Quartals durch. Die teilweise Aberkennung von alten Verlustvorträgen erwischte nicht nur die Deutsche Bank auf dem falschen Fuß, sondern auch JPMorgan und zahlreiche andere, die noch immer Restverluste aus der Finanzkrise 2008/2009 in den Büchern vor sich herschieben. Über dem Teich wird bereits wieder gut verdient, in Euroland hingegen ist der negative Geldmarktzins noch immer der wesentliche Bremsschuh für höhere Gewinne.

Aber verlieren Sie nicht die Geduld. Allein an der italienischen Unicredit-Aktie haben Sie zuletzt gesehen, wie schnell ein 10%iger Anstieg Realität werden kann. Dazu brauchte es nur der Nachricht von Standard & Poor´s, dass man im italienischen Bankensektor von einer weiteren Verbesserung des operativen Geschäfts ausgeht. Zwar sieht der Markt seit Wochen noch immer keinen klaren Gewinner der bevorstehenden Parlamentswahlen und erwartet demgemäß eine breite in der Regel instabile Koalition. Doch das sei in den Kursen bereits drin. Der Top-Pick bleibt damit noch immer die mit Abstand größte italienische Bank.

Die Musik spielte zuletzt auch wieder in der unseres Erachtens noch immer viel zu billigen japanischen Softbank-Aktie. Softbank Group will 30% ihrer Mobilfunktochter an die Börse bringen und damit 18 Mrd. USD erlösen.

Die Beteiligungsgesellschaft, die nationale Telefonoperationen unter Softbank Mobile und Softbank Telekom unterhält, möchte sich über einen IPO genau dieses Geschäfts teilweise entledigen. Gleichzeitig soll der neuen Gesellschaft auch noch ein ordentlicher Block an Schulden mitgegeben werden. Einfach dürfte diese Ausgliederung sicher nicht werden. Die Idee ist aber gut, denn der wesentlich profitablere Rest der Holding würde eine höhere Bewertung erlauben, auch wenn Softbank Hauptaktionär der neuen Telekomgesellschaft bleibt. Deshalb raten wir zum Kauf.

Als neuen Kaufkandidaten wollen wir Ihnen heute die US-amerikanische Sensata Technologies Holding (ST US) vorstellen. Der Spezialist für Sensoren und Steuerungen hat seine Abnehmer in der Luftfahrt und im Automobilbau. Hier geht es vor allem um Drucksensoren und Bimetall-Strom- und Temperaturregelgeräte in Elektromotoren.

Die Aktie ist bereits zwar bereits gut gelaufen, doch mit einem 2018er KGV von rund 17,5 ist noch etwas Platz im Kurs. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA hatte sich in den letzten zwei Jahren vom 4,8fachen auf das 3,3fache reduziert. Die über dem Sektordurchschnitt liegende operative Marge von knapp 16% (Wettbewerber Continental bringt es beispielsweise nur auf 10%) macht einen weiteren Abbau der Schulden wahrscheinlich. Kaufen.

Zum Options-Portfolio: Wir haben die noch im Geld befindlichen Putoptionen (das sind die Banken) geschlossen und mit derselben Basis auf Fälligkeit Februar eröffnet. Bei Apple kauften wir einfach die Option zurück und eröffneten noch keine neue Position. Möglicherweise gibt es den Einstieg nochmals billiger. Alle anderen Optionen dürften am Freitag verfallen.

Die CSPC-Aktie haben wir in den vergangen Tagen verkauft. Die Gründe liegen in der sehr hohen Bewertung und dem exorbitant guten Kursverlauf. Angekündigt hatten wir die Aktion bereits in der letzten Ausgabe.

Von | 2018-01-18T16:32:28+00:00 18.01.2018|Kategorien: Aktienmarkt|Kommentare deaktiviert für Aktien: Luft holen wäre angesagt

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