Maersk: Top-Reederei sieht weitere Konsolidierung

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Maersk: Top-Reederei sieht weitere Konsolidierung

Nach Einschätzung der weltgrößten Container-Reederei Maersk wird die seit mittlerweile drei Jahren andauernde Konsolidierungswelle in der Branche auch in den kommenden Jahren weitergehen. Schuld daran, und da steht Maersk in der Einschätzung wohl nicht allein, sind die weiterhin vorhandenen Überkapazitäten. Allerdings dürften selbst weitere Zusammenschlüsse kaum für größere Veränderungen bei den Marktanteilen sorgen.

Bei den großen 5 kann man davon ausgehen, dass es maximal Zukäufe mit sehr kleinen Kapazitäten geben kann. Größere Übernahmen dürften einerseits von den Wettbewerbsbehörden nur schwer genehmigt werden und sind andererseits innerhalb der Branche auch nicht mehr so zahlreich möglich. Das gilt auch unter der Prämisse, dass sich am hinteren Ende der Rangliste in diesem Jahr noch einige Veränderungen ergeben werden. So wollen sich die japanischen Reedereien MOL, NYK und K Line zusammenschließen. Andererseits steht noch der Vollzug der im vergangenen Jahr angekündigten Übernahme von OOCL durch Cosco aus.

Wenn man dies alles zusammen nimmt, hätten dann die fünf größten Reedereien einen Marktanteil von 64,4%. Einzige mögliche Variante, die hier in der Spitzengruppe wohl noch möglich erscheint, wäre eine Übernahme von Evergreen. Wobei wir hier sowohl eine asiatische Lösung als auch ein neuerliches Engagement aus dem Bereich der Top 3 für möglich halten würden.

Allerdings bliebe trotz der weiteren Konzentration das Problem, dass wohl die Frachtraten kaum einen größeren Sprung nach oben machen würden. Denn der Abbau der Transportkapazitäten dürfte kaum signifikant ausfallen. Entscheidend wird hier sein, wie sich der globale Handel weiter entwickelt. Nur durch ihn könnte es zu neuen positiven Impulsen bei den Preisen kommen.

Maersk selbst hat neben der Branchenkonsolidierung bekanntlich noch ein anderes Großprojekt zu stemmen. Denn im Laufe des Jahres gibt man sein Öl- und Gasgeschäft ab und wird dann nur noch in den Bereichen Transport, Hafen und Logistik aktiv sein. Dazu gehört auch der Ausbau des Landverkehrs. Ein neues Wachstumsmomentum will man dabei auch durch eine stärkere Digitalisierung der Geschäftsvorgänge erreichen. Dabei hat man gerade ein  neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem IT-Riesen IBM gegründet. Basierend auf der Blockchain-Technologie will man eine Cloud-Plattform aufbauen, über die verschiedene Dokumente und Handelsdaten ausgetauscht werden können. Da steckt noch viel Zukunftsmusik drin, zeigt aber auch, wie die neuen Technologien in „alten“ Branchen Einzug halten.

Fazit: Am Markt spielen eher kurzfristige Faktoren wie die Entwicklung der Frachtraten eine Rolle. Deshalb stehen die von uns empfohlenen Anleihen aktuell unter Druck. Wir gehen nicht davon aus, dass dies eine nachhaltige Entwicklung ist und raten zum weiteren Halten.

Von | 2018-02-01T14:47:58+00:00 18.01.2018|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für Maersk: Top-Reederei sieht weitere Konsolidierung

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