Von den US-Banken hatte man sich mehr erwartet. Als am Dienstag auch noch Goldman Sachs mit über den Erwartungen ausgefallenen Zahlen kam, stand es unentschieden. Fünf Banken verdienten mehr als gedacht, fünf weniger. Die Schuld an der Situation gab man der relativ flachen Zinsstrukturkurve, die es für die Banken wirtschaftlich unattraktiver macht, kurzes Geld langfristig zu verleihen. Je kleiner der Unterschied zwischen kurz und lang ausfällt, desto weniger Marge bleibt übrig.

Interessant ist darin die Aussage, die der Kapitalmarkt sendet. Offensichtlich geht man davon aus, dass die kurzfristigen Zinsen in USA schon im kommenden Jahr ihren Höhepunkt überschreiten werden, ergo für die Federal Reserve Inflation kein Thema mehr sein wird.

Zurück zum Aktienmarkt: In den letzten Tagen setzte sich bei den Anlegern immer mehr die Überzeugung durch, dass die Korrektur vorbei sei. Das entlud sich im Dax in einen Kursanstieg auf rund 12.600 Punkte bis an den oberen Rand der jüngsten Konsolidierungsbandbreite. Die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage führte ihn an seine technischen Grenzen – nun muss sich entscheiden, ob aus der Bärenmarktrallye ein vollwertiger Trendwechsel zurück nach oben wird. Doch voraussichtlich kommt jetzt erst einmal eine Denkpause.

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