Infolge des Handelsstreites zwischen den USA und China, dem größten Importeur für US-Sojabohnen, scheinen die Landwirte in den USA nun  umzudenken. Da die Lieferungen aus den USA aufgrund der chinesischen Strafzölle nahezu zum Stillstand gekommen sind, steht in Planung, die  Anbauflächen für Sojabohnen zu verkleinern und dafür mehr Mais anzubauen, während China seine Importe für brasilianische Sojabohnen weiter ausbaut.  Da die letzte Sojabohnen-Ernte in Argentinien, dem Weltmarktführer für Sojamehl-Exporte, weit unter den Erwartungen lag, könnten in Kürze US-Sojabohnen ihren Weg nach Argentinien finden, wo sie zu Sojamehl und Sojaöl verarbeitet werden.

Bei der Aufspaltung der Sojabohnen in Sojamehl und Sojaöl fallen zwischen 55% und 65% als Sojamehl an. In der Viehzucht wird dieses während der  Wintermonate am stärksten konsumiert. Dennoch wird es aufgrund seiner Alleinstellung als alternativloser proteinreicher Futterzusatz und seiner  Beschaffenheit, nur bedingt lagerfähig zu sein, das ganze Jahr nachgefragt.

Der verarbeitenden Industrie für Sojabohnen bietet sich ein großer finanzieller Anreiz, von der Ernte bis zum Winter mit voller Kapazität zu arbeiten, um die saisonal steigende Nachfrage an Sojamehl, sowohl in den USA als auch auf den Importmärkten zu befriedigen. In dieser Zeit beziffert sich der Verbrauch auf  weit mehr als die Hälfte der Jahresproduktion. Auch wenn der Verbrauch an Sojamehl im Frühjahr bis in die Sommermonate sinkt, tendieren die Preise stabil.

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