Die Haupterntezeit für Kaffee in Brasilien, dem weltweit größten Kaffeeproduzenten, erstreckt sich je nach Witterung und Anbaugebiet von Mai bis September. Die Witterungsschwankungen der letzten Monate hielten noch Zweifel über Umfang und Qualität der Gesamternte aufrecht. Doch mit Blick auf den Abschluss der Ernte in den einzelnen Regionen und dem sich abzeichnenden Ernteergebnis ist der Druck auf die Lieferanten spürbar gesunken.

Nach der Rekordernte des Vorjahres und entsprechend dem 2-Jahres-Zyklus für Arabica-Kaffee befinden wir uns erwartungsgemäß in einem „Niedrigertragsjahr“, aber doch mit einer zufriedenstellenden Ernte. Die Überhänge des Vorjahres haben die Exportzahlen stark steigen lassen und in den letzten Monaten stabil gehalten.

Dies hat in den letzten Wochen, auch mit Blick auf die nun bereitstehende neue Ernte, die Kurse bis auf das Jahrestief von Mai zurückgehen  lassen. Allerdings scheint der Markt auf diesem Niveau eine Unterstützung gefunden zu haben. Marktteilnehmer rechnen für 2020 mit einem  Defizit am Kaffeemarkt. Glaubt man den Wetterprognosen mit Trockenheit und hohen Temperaturen für den kommenden Jahresbeginn in  Brasilien, dürfte dies die darauffolgende Spekulation um die nächste Ernte befeuern und dem Markt eine sichtbare Erholung verschaffen.

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