Die amerikanische Notenbank hat am Mittwoch erwartungsgemäß geliefert. Und auch, wenn sich in den entsprechenden Informationen gezeigt hat, dass es durchaus eine relativ ungewöhnlich starke Opposition im Offenmarktausschuss gibt (drei Gegenstimmen; zwei waren gegen Senkung, eine für eine größere), ist der Pfad zu weiteren Zinssenkungen vorgezeichnet. Das dürfte mit besonderer Aufmerksamkeit auch die Bankbranche folgen. Denn sie ist es, die von den Zinsveränderungen direkt betroffen ist. Die Zusammenhänge hatten wir hier an dieser Stelle schon mehrfach aufgegriffen.

Dabei stellt sich die Frage, ob es innerhalb der Finanzbranche auch Unterschiede gibt, beispielsweise zwischen den amerikanischen und europäischen Instituten. Das kann man auf Basis der Ergebnisse zum ersten Halbjahr 2019 eindeutig bejahen. Denn inzwischen zeigt sich,  dass europäische Banken geradezu strukturell weniger profitabel arbeiten als ihre amerikanischen Wettbewerber.

In der Bilanz des ersten Halbjahres zeigte sich, dass die zehn größten Euro-Banken einen Rückgang beim Gewinn um 6% gegenüber  dem  Vorjahr verbuchen mussten. Im gleichen Zeitraum konnten die USBanken immerhin noch ein Plus von 0,6% auf kumuliert 69,6 Mrd. EUR  schaffen und damit den höchsten Wert seit der Finanzkrise verbuchen (exklusive eines Steuereffektes aus 2013).

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