Sowohl das 5- als auch das 15-jährige saisonale Muster für den Kassamarkt zeigen, wie die Preise für Heizöl bis zur Sommersonnenwende tendenziell ein signifikantes Tief erreichen und über den August bis in den Oktober zunehmend steigen. Mit Vorausschau auf die kommende Heizsaison markiert dies den Zeitraum, wenn die Raffinerien damit beginnen, den Schwerpunkt ihrer Produktion von Benzin auf Heizöl zu verlagern.

An der Börse notieren die Kontrakte für Heizöl zwar immer noch unter dem „alten“ Symbol HO, werden aber unter der „neuen“ Bezeichnung NY Harbor ULSD (Ultra Low Sulfur Diesel) gelistet. Heizöl und Diesel unterscheiden sich im Endprodukt grundsätzlich nur durch ihren Schwefelgehalt, der bei leichtem Heizöl geringer ausfällt. Daher auch die Bezeichnung „ULSD“, die für einen  niedrigeren Gehalt an Schwefel steht.

Da Heizöl geringer besteuert wird als Diesel, wird dieses durch weltweit geltende Normen eingefärbt, um Heizöl als Kraftstoff tankende Steuerbetrüger leichter überführen zu können. Statistisch gesehen haben die Termin-Kontrakte für Oktober in 24 der letzten 30 Jahre am 30. August höher als am Anfang des Monats August notiert, in den letzten 12 Jahren in Folge ohne Ausnahme.

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