Mit Eintritt in die Sommer- und Ferienreisezeit steigt in den USA die Nachfrage an Benzin sprunghaft an und treibt die Preise. Um diesen Mehrverbrauch abdecken zu können, muss die Industrie ihre Vorräte nicht nur akkumulieren, sondern auch auf Verbrauchsspitzen, die über den Juli hinaus ihre Höhepunkte im August erreichen, eingestellt sein. Dieser Prozess wird schon frühzeitig, direkt nach dem Jahreswechsel eingeleitet, nachdem die  Kapazitäten in den Raffinerien auf ein Minimum geschrumpft wurden, um mit niedrigeren Lagerbeständen zum Jahresende eine Steuerersparnis zu erzielen.

Das Stimmungsbarometer für die Weltwirtschaft zeigt in den letzten Monaten immer mehr in die Gegenrichtung, während Meldungen über unerwartet  deutlich gestiegene US-Lagerbestände für Rohöl die Börsen überraschten. Das ließ den Ölpreis seit April um mehr als 20% nachgeben. Dies hat sich  natürlich auch auf den Benzinpreis ausgewirkt, der eng an den Rohölpreis gekoppelt ist und sich in seinem Chartverlauf sehr ähnlich zu Rohöl verhält.

Sollten China und die USA zu keiner Einigung in ihrem Handelskonflikt kommen, könnte dies den Druck auf den Ölpreis weiter erhöhen und den Markt auf die Tiefstkurse des Vorjahres fallen lassen. Im Rahmen des saisonalen Handels und der Selektion von Intermarket-Spreads zwischen Gasoline Long und Crude Oil Short, hat sich für den gegenwärtigen Zeitraum die Kombination aus Januar-Kontrakten als die erfolgversprechendste herausgestellt.

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