Die letzte globale Finanzkrise wurde durch faule Immobilienkredite in den USA eingeleitet. Und erneut könnte eine globale Rezession aus den USA kommen, dieses Mal jedoch womöglich aus dem Unternehmenssektor. Dabei betrifft der Zusammenhang nicht einmal die Hochzinsanleihen, sondern ausgerechnet Investmentgrade-Bonds.

Der Markt für Unternehmensanleihen, die knapp über dem Ramschniveau notieren, ist in den letzten Jahren in den USA massiv gewachsen. Wenn auch Zahlungsausfälle nicht gleich auf der Tagesordnung stehen dürften, so wird man jedoch signifikante Kursverluste hinnehmen müssen, wenn (gerade noch) Investmentgrade-Bonds auf High Yield oder gar Junk-Niveau abgestuft werden. Folge wäre auch, dass die Emittenten höhere Schuldenzinsen bezahlen müssten. Weiterer Kursdruck würde entstehen, wenn die jeweiligen Papiere aus vielen Depots institutioneller Investoren herausfliegen würden.

Nach der Finanzkrise hatte der Markt für Unternehmensanleihen mit einem Rating von durchschnittlich BBB-, also knapp über Non-Investmentgrade, einen massiven Wachstumsschub erlebt. Und so sind die Marktteilnehmer nun besorgt, dass diese mögliche Blase platzen könnte. Weltweit haben die Unternehmen die günstigen Finanzierungskonditionen genutzt und sich mit billigem Geld eingedeckt. In den USA beläuft sich das Volumen für Unternehmensanleihen aktuell auf über 7 Bio. USD. Somit hat sich der Markt seit 2007 mehr als verdoppelt. Rund 6 Bio. USD davon haben ein Rating von mindestens BBB.

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