Die Uhr tickt! Nur noch knapp eine Woche hat die EU Zeit, die von amerikanischer Seite angedrohten Strafzölle auf Stahl und Aluminium abzuwenden. Bisher liegt das Angebot auf dem Tisch, über eine Senkung von Zöllen auf amerikanische Industrieprodukte zu reden. Außerdem will man über eine Öffnung öffentlicher Ausschreibungen auch für US-Unternehmen und insgesamt über eine Reform der Welthandelsorganisation WHO verhandeln.

Ob das ausreicht, um US-Präsident Trump dazu zu bewegen, die bisherige Ausnahmeregelung über den 1. Juni hinaus zu verlängern, ist mehr als ungewiss. Zumal die Europäer selber einschätzen, dass ihre Angebote wohl insbesondere für Trump himself nicht ausreichend sein werden. Denn dieser will seiner Wählerschaft handfeste Erfolge verkaufen und nicht das Versprechen auf irgendwelche schwammigen Reformen.

Das war letztlich auch der Grundtenor bei den Verhandlungen zwischen Amerika und China. Die Zustimmung der Chinesen, die Einfuhr amerikanischer Waren zu erleichtern, fällt in dieses Schema. Dass Trump dabei aber nicht halt macht, zeigt sich schon in den jüngsten Entwicklungen, auf die wir noch zurückkommen.

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