Die Lira- bzw. Türkei-Krise hielt auch in den vergangenen Tagen die Märkte in ihrem Bann. Wobei es in der Natur der Sache lag, dass der erste und genaueste Blick auf die europäischen Kreditinstitute fel. Denn die türkische Wirtschaft ist bekanntlich stark fremdfnanziert und das hauptsächlich in Hartwährungen. Deshalb wird das Exposure europäischer Banken und deren Umgang damit eine wichtige Rolle dabei spielen, wie sich die Krise weiter entwickelt und ob sich daraus Ansteckungsgefahren ergeben.

Inzwischen liegen auch halbwegs belastbare Zahlen zu den tatsächlichen Engagements vor. Auffällig dabei: Es sind wieder einmal die spanischen Institute, die mit großem Abstand engagiert sind. Das begründet natürlich die ganz besondere Gefahr, dass die Restrukturierungsarbeit der letzten Jahre bei den Iberern in einem Worst-Case Szenario zunichte gemacht wird und es sprichwörtlich heißen könnte: Zurück auf Anfang. Was natürlich entsprechende Nothilfen auch der Europäischen Zentralbank mit einschließen könnte.

Auch wenn die Marktstimmung dies derzeit noch nicht widerspiegelt, so können aus europäischer Sicht insbesondere Deutschland und Italien größtenteils aus einer möglichen Krisen-Rechnung herausgenommen werden. Zwar gibt es auch hier durchaus signifkante Engagements. Doch diese dürften sehr wahrscheinlich beherrschbar bleiben.

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