Steht der Euro-Zone die nächste Krise ins Haus? War vor kurzem die Möglichkeit diskutiert worden, dass Italien nochmals wählen müsste, haben sich nun nach bisherigen Informationen die beiden Wahlgewinner Lega Nord und Movimento 5 Stelle auf ein Regierungsprogramm geeinigt. Und das birgt viel Sprengstoff nicht nur für Italien, sondern für die EU und die Euro-Zone.

Hierbei muss man sicherlich zwei Aspekte unterscheiden. Erstens: Beide Parteien werden kaum von ihren bisherigen antieuropäischen Thesen ablassen. Denn genau dafür sind sie gewählt worden. Zweitens: Wie das bisher bekannt gewordene Regierungsprogramm zeigt, will man sich ein weiteres Festhalten an der Euro-Zone teuer bezahlen lassen. So gibt es Forderungen, dass 250 Mrd. EUR der italienischen Staatsschulden bei der EZB erlassen werden. Außerdem will man einen Austrittsmechanismus aus der Euro-Zone implementieren.

Das Problem dabei: Bei Italien handelt es sich nicht um irgendein Land aus der zweiten oder dritten Reihe, sondern immerhin um die drittgrößte europäische Volkswirtschaft. Damit können die Forderungen erst einmal nicht schlicht ignoriert werden. Doch würde ein Eintritt in entsprechende Diskussionen auch zeigen, dass es ein gewisses Erpressungspotenzial gibt. Das dürfte den Markt erneut sehr unruhig werden lassen.

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