[vc_row][vc_column][vc_column_text]In den vergangenen zwei Jahren zeigte sich der Markt für Hybrid-Emissionen europäischer Unternehmen eher zurückhaltend. Mit einem emittierten Volumen um die 15 Mrd. EUR lag man zwar noch dreimal so hoch wie zum Beginn des Jahrzehnts, aber nur noch bei halb so viel wie in den drei Jahren zuvor. Doch dieses eher zurückhaltende Bild könnte sich wieder zunehmend ändern.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Dies resultiert aus einer ganzen Reihe von Triebkräften, die Hybrid-Anleihen als Finanzierungsinstrument wieder deutlich attraktiver machen. Das gilt insbesondere für die derzeitige Belebung bei Mergers & Acquisitions. Insbesondere kapitalintensive Branchen wie Versorger,  Telekommunikation und Immobilien stechen dabei derzeit hervor. Wobei Hybrid-Anleihen bei M&A-Aktivitäten gleich zwei Probleme lösen können. Durch ihre bilanzielle Nähe zum Eigenkapital werden Hybrid-Anleihen in der Regel von den Ratingagenturen nicht als Belastung für die Bonitätseinstufungen angesehen. Durch ihre gleichzeitige Rolle als Zinspapiere sorgen sie aber auch dafür, dass die Aktionärsseite nicht verwässert wird.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“23645″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Ein weiteres Argument, dass für eine Belebung im Hybrid-Markt spricht: Nach der starken Emissionstätigkeit in den Jahren 2013-2015 werden in den kommenden Jahren die Emissionen zunehmen, die erste Call-Möglichkeiten aufweisen. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum ab 2020. Da bis dato damit zu rechnen ist, dass dann das Zinsniveau in der Euro-Zone immer noch relativ gesehen niedrig sein wird, dürfte für viele Finanzvorstände es eine starke Option sein, die möglichen Calls auszunutzen und dann in niedriger verzinste Hybrid-Bonds zu switchen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“23641″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das könnte dem Hybrid-Markt insgesamt einen wesentlichen Bedeutungszuwachs bringen. Trotz der regen Emissionstätigkeit in den vergangenen Jahren sind Hybrid-Anleihen mit einem Anteil von durchschnittlich 0 bis 5 % am Finanzierungsmix eines Unternehmens noch relativ  unterrepräsentiert. Dies hat sicherlich auch mit der erklärungsbedürftigen Struktur von Hybrid-Anleihen zu tun, die nicht nur  manchem Finanzvorstand noch ein Buch mit sieben Siegeln sind, sondern erst recht Gläubigern.[/vc_column_text][vc_column_text]Exkurs: Was sind Hybrid-Anleihen?[/vc_column_text][vc_column_text]In Hybrid-Bonds versuchen die Emittenten Charakteristika von Fremd- und Eigenkapital zusammenzuführen. Da sich dabei in der Regel um nachrangige Anleihen handelt, werden sie normalerweise als eigenkapitalähnlich bilanziert (IFRS). Was in der Ausstattung auch bedeutet, dass meist ein temporärer oder genereller Ausfall von Zinszahlungen und sogar kompletten Rückzahlungen vereinbart wird.[/vc_column_text][vc_column_text]In den Grundausstattungen solcher Anleihen gibt es in der Regel zwei Varianten. Mit den klassischen Fix-to-Float-Anleihen haben wir es auch an dieser Stelle schon häufiger zu tun gehabt. Dabei wird die entsprechende Anleihe für einen gewissen Zeitraum mit einem festen Zinssatz versehen, meist bis zum ersten Call-Datum, das oftmals zwischen 5 und 10 Jahren nach der Platzierung liegt. Danach erhält die Anleihe eine variable Verzinsung, die in bestimmter Regelmäßigkeit angepasst wird und sich normalerweise an Euribor oder Mid-Swap orientiert. Die zweite Variante ist dann eine generell festverzinsliche Anleihe, die entsprechend über verschiedene Call-Daten verfügt.[/vc_column_text][vc_column_text]In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wurden ungefähr 10 Mrd. EUR emittiert. Schätzungen wie von der Ratingagentur Scope gehen davon aus, dass in diesem Jahr ein Gesamt-Platzierungsvolumen von über 20 Mrd. EUR erreicht werden kann. Im Vergleich zum gesamt platzierten Volumen wäre das zwar immer noch ein niedriger einstelliger Prozentbetrag. Doch im Vergleich zu den Vorjahren eine klare Weiterentwicklung in Richtung alter Höchststände.[/vc_column_text][vc_column_text]Allerdings bedarf es für eine positive Marktentwicklung auch noch einiger externer Impulse. Zum einen sollten mehr bekannte Firmen im Investmentgrade-Bereich dieses Finanzierungsinstrument nutzen, um die Akzeptanz generell zu erhöhen. Des weiteren ist, wie eingangs erwähnt, eine weiterhin aktive M&A-Situation wünschenswert. Und als dritter größerer Aspekt würden wir auch den Hinweis auf das EZB-Anleihenkaufprogramm sehen. Denn dadurch werden bislang hauptsächlich konventionelle Schulden-Instrumente bevorzugt. Wenn die EZB den Ausstieg sucht, könnten sich auch wieder Hybrid-Anleihen verstärkt ins Rampenlicht rücken.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Wir hatten an dieser Stelle schon mehrmals diskutiert, dass Hybrid-Anleihen durch ihre Ausstattung mit einer wahrscheinlichen variablen Verzinsung ein interessantes Instrument sind, um nicht nur im Dollar-Raum die Zinswende zu begleiten, sondern auch in der Perspektive in Europa. Die generellen Markterkenntnisse, die wir Ihnen vorgestellt haben, sprechen eine ähnliche Sprache. Deshalb empfehlen wir, hier weiterhin aktiv entsprechende Chancen zu nutzen. Neben den bereits konkreten Empfehlungen, die wir auch in unseren Musterdepots Hybrid-Anleihen für die Finanzindustrie sowie für Non-Financials abgebildet haben, sehen wir auch bei weiteren Anleihen gute Performance-Chancen. Dazu unsere aktuellen Empfehlungen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“23633″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]