Mit großen Schritten nähern wir uns schon dem Ende des dritten Quartals. Was eine besondere Brisanz hat. Denn erinnert sei nur daran, dass die in den vergangenen Monaten angeschobene Erholungsrallye an den Märkten ja auch zu einem Großteil von der Erwartung gespeist wurde, dass sich die Mehrheit  der Unternehmen weltweit im zweiten Halbjahr aus der Corona-Talsohle hervorarbeiten können.

Inwieweit dies bisher gelang, ist noch relativ undeutlich zu erkennen. Zwar hatte die letzte Berichtssaison durchaus den einen oder anderen Ansatz hinsichtlich verbesserter Wachstumsperspektiven gebracht. Doch auf so richtig stabilen Fundamenten steht das alles noch nicht. Was auch nicht wundert, wenn man sich noch einmal die historischen Dimensionen dieses Jahres bzw. des Corona-Crashs vor Augen führt.

So hat das Institute of International Finance in einer aktuellen Prognose noch mal deutlich gemacht, dass wir es in diesem Jahr tatsächlich mit einem historischen Wachstumsabsturz zu tun haben. Dieser ging noch weit über das Niveau der Finanzkrise hinaus. Am Ende des Jahres 2009 stand ein Wachstumsminus von 0,4%, das in diesem Jahr wohl locker überboten werden wird. So prognostiziert das IIF derzeit einen weltweiten Rückgang beim BIP von 3,8%. Immerhin ein kleiner Lichtblick: Damit könnten die absoluten Tiefststände aus dem zweiten Quartal, die fast -12% erreichten, faktisch geviertelt werden.

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