Die mehrheitlich staatliche Fluggesellschaft aus Lettland hat Zahlen für das erste Halbjahr 2020 veröffentlicht, die erwartungsgemäß schwach waren. Aufgrund der Reisbeschränkungen ging der Umsatz im Jahresvergleich um 60% zurück, obwohl die Treibstoffkosten um 50%,  Flughafenabfertigungsgebühren um 58% und die Personalkosten um 10% gefallen sind.

Nach dem Ende des Berichtszeitraums hat die lettische Regierung 250 Mio. EUR Eigenkapital in das Unternehmen eingebracht, was dazu führte, dass die Beteiligung der lettischen Regierung auf 96% (gegenüber 80% früher) anstieg. Ende Juni beliefen sich bei der Airline die liquiden Mittel auf 47 Mio. EUR gegenüber 124 Mio. EUR zum Jahreswechsel. Nach der Kapitalzuführung müssten diese nun bei 297 Mio. EUR liegen.

Mit Blick auf das zweite Halbjahr 2020 kann davon ausgegangen werden, dass das Unternehmen den vollen Nutzen aus dem Personalabbau von 36% ziehen kann. Die voranschreitende Erholung im Flugverkehr dürfte deutlich zum anziehenden Umsatz beitragen im Vergleich zu den Tiefstständen des zweiten Quartals. Die Kraftstoffkosten dürften jedoch belastend sein, da das Unternehmen 39% seines ursprünglich geplanten Kraftstoffverbrauchs für 2020 vor dem Ölpreiscrash abgesichert hat.

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