Die Container-Reederei Maersk lieferte bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für das zurückliegende Finanzjahr 2021 eine positive Überraschung ab. Wie das Unternehmen meldete, lag das EBITDA bei 24 Mrd. USD gegenüber einer eigenen Guidance von 22 bis 23 Mrd. USD. Die von FactSet befragten Analysten hatten mit 23,4 Mrd. USD gerechnet. Auch beim operativen Ergebnis auf Basis des EBIT wurde mit 19,8 Mrd. USD ein höherer Wert ausgewiesen als erwartet und prognostiziert. Und das setzt sich auch beim Free Cashflow weiter fort. Dieser betrug im letzten Jahr 16,4 Mrd. USD. Hier hatte das Unternehmen selbst eine Guidance herausgegeben von einem Minimum von 14,5 Mrd. USD. Der FactSet-Konsens lag zwar bei 16,67 Mrd. USD, aber das als Enttäuschung zu sehen, dürfte wohl eher Haarspalterei sein.

In diesem Sinne spannend dürfte es werden, wenn der offizielle Jahresbericht publiziert wird, was für den 9. Februar avisiert ist. Denn dann will Maersk gleichzeitig auch einen aktualisierten Ausblick für das erste Quartal 2022 wie auch für das Gesamtjahr 2022 geben. Man darf in diesem Umfeld dann auch gespannt sein, wie Maersk auf die Kampfansage der Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) reagier

Denn dieser ist es nach jüngsten Statistiken zur Kapazität gelungen, den bisherigen Marktführer Maersk mit einer ausgewiesenen Stellplatz-Kapazität von 4.28 4 Mio. TEU (Marktanteil 17,25%) auf Rang zwei mit 2.28 2 Mio. TEU (Marktanteil 17,24%) zu verdrängen. Abgaben musste auch die chinesische Reederei Cosco verbuchen. Hier konnte der französische Carrier CMA CGM vorbeiziehen. Die größten prozentualen Zuwächse hinsichtlich der Kapazitäten konnten im Übrigen die taiwanesische Wan Hai mit 31,7% verbuchen, gefolgt von der chinesischen Evergreen mit 15,6%.

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