Keine Frage: Die Hoffnungen auf eine rasante Wirtschaftserholung nach dem katastrophalen zweiten Quartal haben sich weitestgehend erfüllt. Wie die jüngsten, wenngleich noch vorläufigen Zahlen zeigen, kam es in den drei größten europäischen Volkswirtschaften zu kräftigen Wachstumsschüben. Frankreich und Italien konnten dabei besonders stark zulegen, hatten allerdings in den beiden Vorquartalen auch deutlich stärker verloren als Deutschland.

Allerdings: Das ist nur eine Momentaufnahme und kann weiß Gott nicht fortgeschrieben werden. Denn zum vierten Quartal haben wir es letzten Endes mit einem gewissen Déjà-vu zu tun. Man mag es Soft-, Lightoder sonst wie nennen – Lockdown ist Lockdown. Und das sollte sich auch in den BIP-Zahlen zum vierten Quartal niederschlagen. Die Frage, die hier sicherlich zu stellen ist: Wie gedenken eigentlich die Regierungen zu agieren, wenn sich aus der CoronaPandemie eine gewisse Saisonalität herausbildet? Lockdowns in jedem Frühjahr und Herbst und anhaltende Grundrechtseinschränkungen können ja wohl kaum die Antwort sein.

Wobei hier noch ein anderer Aspekt mit hineinspielt. Denn natürlich sind die starken Abschläge auch ein Warnsignal dafür, dass  die genannten Volkswirtschaften insgesamt zunehmend falsch aufgestellt sind.

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