Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo musste im zurückliegenden dritten Quartal wie auch in den ersten neun Monaten operativ einige Federn lassen. Ins Kontor schlug allerdings vor allem eine wesentlich ausgeweitete Risikorückstellung für faule Kredite.

Unter dem Strich verbuchte die Großbank, die durch die (an dieser Stelle auch ausführlich kommentierte) Übernahme der UBI Banca in die Master Class der europäischen Bankenbranche vorgestoßen ist, Erträge in Höhe von 13,16 Mrd.  EUR im ersten dreiviertel Jahr. Im Vorjahreszeitraum hatte man diesbezüglich Einnahmen von 13,58 Mrd. EUR verbuchen können. Während die Großbank bei den Provisionen ein leicht rückläufiges Ergebnis verbuchen musste, konnte der Zinsüberschuss leicht verbessert werden. Gleichzeitig konnten die operativen Kosten um rund 3,7% auf 6,6 Mrd. EUR verringert werden.

Mit einem harten Kernkapital von 15,9% (Vorjahr 14,2%) ist das Kreditinstitut finanziell weiterhin gut aufgestellt. Und dass, obwohl man bislang rund 2,65 Mrd. EUR an Risikovorsorge zurückgestellt hat, rund doppelt soviel wie im Vorjahr. Inwieweit die Bank hier bereits in Vorleistung gegangen ist oder im laufenden vierten Quartal noch einmal nachlegen muss, bleibt abzuwarten. Ganz grundsätzlich würden wir allerdings zur Einschätzung kommen, dass Intesa Sanpaolo mittel- bis langfristig auf einem guten Weg leicht.

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